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Medienwirklichkeit

Hunderttausende demonstrierten in Edinburgh

03.07.2005  






Während sich die Medien in ihrer Kritik - aber auch der ausführlichen Berichterstattung - des von Bon Geldof organisierten "Live 8" überwiegend einig sind, wurde eine bedeutende Demonstration in der britischen Stadt Edinburgh von ihnen ebenso weitgehend ignoriert.

Tatsächlich fällt es nicht schwer, Geldofs Beweggründe angesichts seines Verhaltens zumindest fragwürdig zu nennen. Bianca Jagger, politische Aktivistin und frühere Ehefrau des Rolling Stones-Sängers Mick Jagger, wurde bezüglich eines Photos, daß Geldof zeigt, wie er den Kopf an die Schulter des britischen Premierministers Tony Blair lehnt, sehr deutlich. Dies bezeichnete sie als ein Beispiel für "mit dem Feind ins Bett gehen."

"Wenn die Beziehung zwischen Prominenten und Politikern zu einem gegenseitigen Bewunderungsverein wird, dann ist dies wirklich beunruhigend", so Jagger weiter.

Da kann es kaum verwundern, daß sich einige Aktivisten die Frage stellen, auf welcher Seite Geldof letztlich wirklich steht. Obwohl nach übereinstimmenden Schätzungen von Organisatoren, Polizei und Stadtverwaltung von Edinburgh am Samstag etwa 225.000 Menschen - mehr als die Zahl der Zuschauer der meisten "Live 8"-Konzerte - an einer Demonstration, die konkrete Maßnahmen zur Abschaffung der Armut von den "G8" forderte, teilnahmen, blieb diese größtenteils unbeachtet.

"Irgendwie hat sich der Fokus hin zu Unterhaltung verschoben, was eine Ablenkung von der weitaus ernsteren Angelegenheit von Leben und Tod ist. Wir wurden in einen Ansatz zu einem Problem getrickst, indem eine Lösung angeboten wurde, die keine Lösung ist", sagte der südafrikanische Freiheitskämpfer Dennis Brutus. "Die G8 ist die Quelle und der Motor unseres Leids, unseres Schmerzes und unserer Unterdrückung. Statt der Armut sollten wir aus der G8 Geschichte machen."

Dieser Ansicht war offenbar auch Bianca Jagger als sie sagte "Es reicht nicht, über die 'Ausrottung der Armut' zu sprechen, was wirklich passieren wird ist, daß die Führer der G8 Armut unvermeidbar machen werden."





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