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Iran rüstet auf

Drohungen der USA zeigen Wirkung

05.07.2005  






Ein Bericht der russischen Kommersant vom Montag zeigt, daß die ständigen Drohungen der USA gegen den Iran nicht wirkungslos bleiben.

Demnach verhandelt der Iran derzeit mit dem russischen Unternehmen Rosoboronexport über einen Auftrag zur Modernisierung der drei iranischen U-Boote vom russischen Typ Projekt 877 "Paltus", gemäß NATO-Bezeichnung "Kilo". Der Preis für die Modernisierung soll pro U-Boot zwischen 80 und 90 Millionen US-Dollar liegen, was schon einen deutlichen Hinweis auf den Umfang der geplanten Maßnahmen gibt.

Noch bedeutender ist aber zweifellos, daß die U-Boote außerdem mit russischen Marschflugkörpern vom Typ 3M-54 "Klub", NATO-Bezeichnung SS-N-27, ausgerüstet werden sollen. Diese wurden ausdrücklich so konstruiert, daß die Abwehrsysteme eines feindlichen Ziels in bis zu 300 Kilometern Entfernung kaum eine Möglichkeit haben, rechtzeitig zu reagieren. Nach dem Abschuß aus einem Torpedorohr wird die 1.570 Kilogramm schwere Rakete von ihrer ersten Stufe aus dem Wasser katapultiert. Diese wird dann abgestoßen und die Tragflächen und das Leitwerk werden ausgefahren. Mit der zweiten Stufe nähert sich die Rakete nun in 10 bis 15 Metern über der Wasseroberfläche und einer Geschwindigkeit von etwa 850 Kilometern pro Stunde ihrem Ziel. 60 Kilometer vor dem Ziel wird auch diese Stufe abgeworfen. Die dritte Stufe beschleunigt den 450 Kilogramm Gefechtskopf nun auf 3.500 Stundenkilometer, wobei für diesen Zielanflug die Flughöhe auf 5 Meter über der Wasseroberfläche abgesenkt wird. Diese letzte Wegstrecke wird also in wenig mehr als einer Minute zurückgelegt. Diese Waffe ist also noch weitaus gefährlicher als die SS-N-22 "Sunburn".

Zwar sollte die Tatsache, daß Rußland offenbar ein starkes Interesse daran hat, wirtschaftlich von der Bedrohung des Irans durch die USA zu profitieren, nicht als der Beginn eines Bündnisses mißverstanden werden, trotzdem zeigt Rußland aber hierdurch unmißverständlich, welche Seite es bevorzugt.

Sollte es zur Auftragserteilung kommen und die Modernisierung und Umrüstung der U-Boote vor Beginn eines Konflikts fertiggestellt werden, so dürfte dies der US-Marine deutliche Kopfschmerzen bereiten.



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