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Menschliche Schutzschilde?

12 Kinder im Irak getötet

13.07.2005  






Wie die Medien am Mittwoch ausführlich berichteten, sind infolge eines Angriffs auf einen US-Konvoi im Südosten Baghdads 12 Kinder und 6 Jugendliche sowie "bis zu" 9 Erwachsene, darunter ein US-Soldat, getötet worden.

Ein solcher Angriff - nach Aussage des US-Militärs durch einen "Selbstmordattentäter" in einem Fahrzeug - auf die Besatzer des Iraks ist angesichts der offenbar zahlreichen umstehenden Kinder ohne jeden Zweifel zu verurteilen.

Tatsächlich werfen die Berichte aber auch einige Fragen auf. Einerseits sind unzählige Fälle bekannt, in denen US-Soldaten nach einem Angriff - eben auch durch eine Bombe - ungezielt in alle Richtungen feuerten und dabei Zivilisten verletzten und töteten. Es scheint schon fast unwahrscheinlich, daß dies nicht auch in diesem Fall geschehen sein sollte. Auch wenn der Angriff hierfür der Auslöser gewesen wäre, so wären die feuernden Soldaten doch für die von ihnen verletzten und getöteten Kinder verantwortlich.

Eine noch viel weitergehende Frage wirft allerdings eine AFP-Meldung auf, die beispielsweise von der International Herald Tribune aufgegriffen wurde.

Demnach berichtete Muhammad Ali Hamza, ein Augenzeuge des Angriffs, daß die US-Soldaten in den Bezirk al-Jedidah gekommen seien, um die Bevölkerung angesichts von Berichten, eine Autobombe befände sich in dem Gebiet, aufzufordern, in den Häusern zu bleiben. Diese Darstellung wurde auch ausdrücklich in späteren AFP-Berichten wiederholt.

Allgemeinen als auch den AFP-Berichten zufolge ereignete sich der verhängnisvolle Angriff auf die US-Fahrzeuge, als die US-Soldaten Süßigkeiten und Spielzeug an eine große Menge umstehender Kinder verteilten.

Sollten US-Soldaten tatsächlich Süßigkeiten an Kinder verteilt - und sie damit zweifellos "angelockt" - haben, während sie die Bevölkerung vor einer drohenden Gefahr "warnen" wollten, so muß angenommen werden, daß die Kinder absichtlich in die Nähe der US-Fahrzeuge gelockt wurden, um sie als "menschliche Schutzschilde" zu benutzen.

Durch eine solche Strategie könnten die Besatzer letztlich nur gewinnen. Entweder, ein Angriff wird verhindert, oder die verursachten Opfer können zur Diskreditierung des Widerstands verwandt werden. Tatsächlich gibt es auch schon hinsichtlich der US-Großoffensive gegen die Stadt Fallujah - wenn auch zweifelhafte - Berichte, die den US-Soldaten vorwarfen, Frauen und Kinder als "menschliche Schutzschilde" zu benutzen.



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