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Fortgesetzte Vertuschung

Weiterhin höhere Verluste als offiziell zugegeben

19.07.2005  






Bereits im November des vergangenen Jahres zeigte ein Bericht, daß die Zahl der verwundeten US-Soldaten in Afghanistan und im Irak weitaus höher liegt, als dies von Seiten des US-Militärs zugegeben wird.

Am Dienstag veröffentlichte wiederum die vom US-Verteidigungsministerium für US-Soldaten herausgegebene Zeitung "Stars and Stripes" einen Artikel, der zweifelsfrei belegt, daß auch seitdem die tatsächliche Zahl der Verluste wesentlich höher ist, als die offiziellen Meldungen dies vorgeben.

Der Website ICasualties, die Meldungen des US-Militärs dokumentiert, zufolge wurden in der Zeit vom 24. November 2004 bis zum 6. Juli 2005 1.485 US-Soldaten im Irak so schwer verwundet, daß sie ihren Dienst nicht innerhalb von 72 Stunden wieder antreten konnten.

Im November hatte Stars and Stripes berichtet, daß bis zum 23. November 2004 20.802 Soldaten, die in Afghanistan und i Irak eingesetzt worden waren, im US-Militärkrankenhaus in Landstuhl behandelt worden waren. Dem Artikel vom Dienstag zufolge ist diese Zahl bis zum 4. Juli 2005 auf 25.000 - also um 4.198 - gestiegen.

Zwar beinhaltet die Zahl der in Landstuhl behandelten Patienten dem Krankenhaus zufolge auch Soldaten anderer Länder und auch "Zivilisten", andererseits ist Landstuhl aber keineswegs das einzige Krankenhaus, in dem US-Soldaten behandelt werden, auch wenn es für die Mehrzahl der im Irak und in Afghanistan zumindest eine Durchgangsstation darstellt.

Vom 4. Juli bis zum 15. Juli wurden offiziellen Zahlen des Krankenhauses zufolge 153 Patienten behandelt. In den zwei Wochen vom 30. Juni bis zum 12. Juli wurden dem US-Militär zufolge im Irak aber nur 52 US-Soldaten so schwer verwundet, daß sie nicht innerhalb von 72 Stunden ihren Dienst fortsetzen konnten.

Nach wie vor sind die von offizieller US-Seite angegebenen Verlustzahlen also offenbar stark untertrieben. Selbst bei großzügigsten Annahmen hinsichtlich der Behandlung von ausländischen Verwundeten und der Ausklammerung anderer Behandlungszentren dürfte die wahre Zahl der US-Verluste immer noch doppelt so hoch sein, wie vom Pentagon behauptet.

Es scheint äußerst unwahrscheinlich, daß dieses Mißverhältnis von Wirklichkeit zu US-Angaben nicht auch auf die Zahl der getöteten US-Soldaten zutrifft. Dies würde bedeuten, daß bisher mindestens 3.500 US-Soldaten im Irak getötet worden sind.





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