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Schnelle Reaktion

USA verlieren Basis in Usbekistan

30.07.2005  






Wie die Washington Post am Samstag berichtete, hat die Regierung Usbekistans das US-Militär aufgefordert, die von ihm genutzte Luftwaffenbasis Karshi-Khanabad innerhalb von 180 Tagen vollständig zu räumen.

Die durch einen Boten überbrachte Note des usbekischen Außenministeriums erfolgte offenbar, nachdem die USA keinerlei Anzeichen gemacht haben, auf eine Anfang dieses Monats aufgestellte Forderung, einen Zeitplan für den Abzug des US-Militärs aus zentralasiatischen Ländern zu nennen, zu reagieren. Erst in dieser Woche hatte US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld entgegen der Forderung der "Shanghai Cooperation Organisation" (SCO) die Zusicherung der Regierungen von Kyrgyzstan und Tajikistan erhalten, daß das US-Militär dortige Basen auch zukünftig nutzen könne.

Auch die angekündigte "Warnung" des US-Unterstaatssekretärs im Außenministerium, R. Nicholas Burns, der in wenigen Tagen Usbekistan besuchen wird, die Regierung des Landes würde Aufstände wie in der Ukraine, in Georgien und Kyrgyzstan riskieren, würde sie nicht den "Ratschlägen" der USA zu einer "Demokratisierung" folgen, dürften sicherlich zur Entscheidung Usbekistans beigetragen haben.

Zwar hatte der Pentagon-Sprecher Lawrence DiRita vor zwei Wochen als Reaktion auf die Forderung der SCO gesagt, "keine der Einrichtungen ist so entscheidend für unsere Operationen", daß nicht auch auf sie verzichtet werden könne. "Es gibt nicht eine einzige Einrichtung in der Welt, die wir haben müssen und ohne die wir nicht leben können", so DiRita weiter.

Tatsächlich wird die etwa 150 Kilometer von der Grenze zu Afghanistan gelegene Basis allerdings bisher als Hauptumschlagsplatz für die Versorgung der US-Besatzungstruppen in Afghanistan verwendet. Dies erfolgt einerseits per Flugzeug, andererseits aufgrund der geringen Entfernung aber auch per Lastwagen. Inwieweit die Basis auch als Stützpunkt für Angriffe dient ist nicht klar, auch dies ist aber sicherlich nicht auszuschließen.

Tajikistan besitzt keine ausreichend ausgebauten Straßen nach Afghanistan und Kyrgyzstan grenzt nicht an Afghanistan an. Eine Versorgung muß zukünftig also fast ausschließlich per Luft erfolgen. Aufgrund des erheblichen Aufwands und der Kosten war diese anfängliche Art der Versorgung zum großen Teil auf Lastwagen umgestellt worden.

Sollte es den USA also nicht gelingen, die usbekische Führung noch "umzustimmen", so würde dies das US-Militär zumindest vor schwere logistische und finanzielle Probleme stellen.





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