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Propagandaprobleme

Die USA, der Iran und "die Bombe"

13.08.2005  






Die USA werfen dem Iran weiterhin vor, trotz zahlloser gegenteiliger Beteuerungen an der Entwicklung von Atomwaffen zu arbeiten. Dies führte Berichten vom Samstag zufolge dazu, daß US-Präsident George W. Bush dem Iran kaum verholen mit Krieg gedroht hat, sollte das Land sein - gemäß internationalem Recht völlig legales - Programm zur Nutzung von Atomenergie nicht einstellen.

Eine weitere "Grundannahme" der US-Regierung hinsichtlich "islamistischer Fundamentalisten" - also auch der vollständigen iranischen Bevölkerung - ist, daß sie Entscheidungen ihrer religiösen Führer blind vertrauen und entsprechend handeln. Diese Annahme der Aufgabe jeglichen eigenständigen Denkens ist es, die nach - öffentlicher - Überzeugung der US-Regierung Menschen bewegt, sich bei einem "Selbstmordanschlag" selbst zu "opfern".

Angesichts der Annahme, daß das Wort eines islamischen Gelehrten für seine Anhänger tatsächlich unumstößliches Gesetz darstellt - in Wahrheit steht es ihnen jederzeit frei, einen anderen Gelehrten als befähigter anzusehen und in Zukunft ihm zu folgen - stellt eine kürzlich erlassene Fatwa - ein religiöses Rechtsgutachten - des iranischen Staatsoberhauptes und angesehensten islamischen Führers im Iran, Ayat Allah Seyyed Ali Hoseini-Khamenei, ein äußerst ernstzunehmendes Propagandaproblem für die USA dar.

Wie Iran Daily am Donnerstag berichtete, hat Hoseini-Khamenei eine Fatwa erlassen, der zufolge die Herstellung, Lagerung und Benutzung von Atomwaffen dem Islam zufolge verboten sind und daß der Iran diese Waffen niemals erlangen dürfe.

Angesichts dieser Fatwa befinden sich die USA in einer im Rahmen ihrer bisherigen, auf einen weiteren Angriffskrieg ausgelegten Politik, in einer nicht lösbaren Zwickmühle. Wenn sie weiterhin den Standpunkt verfolgen, der Iran sei ein Land von "fundamentalistischen Islamisten", so wäre diese Fatwa ohne jeden Zweifel bindend. Sollten sie allerdings von diesem Standpunkt abrücken, so würde dies wiederum bedeuten, daß der Iran eben auch nicht mehr zwingend aufgrund der ihm vorgeworfenen - abweichende Tatsachen seien hier außer acht gelassen - "Fanatismen" eine "Gefahr" darstellt.



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