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Nicht als Lügen

Die Ermordung von Jean Charles de Menezes

17.08.2005  






Den britischen Behörden war offenbar vom ersten Augenblick nach dem Tod des gebürtigen Brasilianers Jean Charles de Menezes in der Londoner U-Bahn klar, wie zutreffend der nun von seinen Angehörigen geäußerte Vorwurf des "Mordes" ist.

Erschien die Erschießung bereits aufgrund der zum Zeitpunkt der Tat veröffentlichten Informationen äußerst fragwürdig, so kann nun, aufgrund von dem Fernsehsender ITV aus geheimen Untersuchungspapieren zitierten Informationen nur noch von einem Verbrechen und nicht einmal mehr von einem "Fehler" gesprochen werden.

Ersten Berichten zufolge war der in einen dem Wetter völlig unangemessen dicken Mantel gekleidete de Menezes über eine Absperrung gesprungen, vor Polizisten weggelaufen und schließlich in einem U-Bahnwaggon von Polizisten überwältigt und "vorsorglich" mit fünf Kugeln erschossen worden. Dieser Satz enthält den Untersuchungsakten zufolge fünf Lügen.

De Menezes war nicht in einen "verdächtig dicken Mantel" gekleidet, der die Befürchtung nährte, er könne darunter eine Bombe verbergen, sondern in eine Jeansjacke, wie auch ein von ITV veröffentlichtes Bild einer Überwachungskamera aus dem Zug deutlich zeigt.

Ebenso ist er nicht über eine Absperrung gesprungen, sondern hat das U-Bahn-Gelände regulär mit seiner Monatskarte betreten. Auch war er offenbar keineswegs in Eile, nahm er sich doch auf dem Weg noch eine der dort ausliegenden kostenlosen Tageszeitungen.

Auch lief er nicht vor Polizisten - die außerdem für ihn nicht als solche erkennbar gewesen wären, da sie allesamt in Zivil gekleidet waren - weg, sondern beschleunigte nur seinen Schritt, als eine U-Bahn, die er erreichen wollte, in die Station einfuhr.

De Menezes wurde auch nicht von den ihn "verfolgenden" Polizisten in dem U-Bahnwaggon zu Boden geworfen sondern hatte sich bereits auf einen Sitz etwa in der Mitte des Wagens gesetzt. Dort wurde er auch von den Polizisten erschossen, wie eine Blutlache auf dem Bild der Überwachungskamera belegt.

Selbst die anfänglich behauptete Anzahl der abgefeuerten Schüsse entspricht nicht der Wahrheit. Tatsächlich wurde sein Kopf aus nächster Nähe von 7 Kugeln getroffen, eine weitere traf ihn in der Schulter. 3 weitere Kugeln verfehlten ihn. Offenbar wurde eine durchgeladene Pistole mit einem vollen Magazin vollständig auf ihn abgefeuert.

Angesichts dieser offensichtlichen Vertuschungsversuche seitens der Behörden kann es sicherlich nicht verwundern, daß die Angehörigen des Toten nun eine Anklage wegen Mordes gegen die verantwortlichen Polizisten fordern.



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