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Rollstuhl-Terroristen?

3 Brüder bei "Razzia" im Irak erschossen

18.08.2005  






Wie Reuters berichtete, sind in der Nacht zum Donnerstag bei einer von US-Soldaten im Stadtteil Amiriya der irakischen Hauptstadt Baghdad durchgeführten "Razzia" in einem Haus 3 Zivilisten erschossen worden.

Das US-Militär stellte sich auf den Standpunkt "Terroristen" erschossen zu haben. Die Bevölkerung von Amiriya war aber offenbar anderer Ansicht und bewarf US-Soldaten mit Steinen.

"Das Ziel der Razzia war, eine Zelle von Geiselnehmern zu fangen und gefangenzunehmen. Ein Feuergefecht folgte und drei Terroristen wurden getötet und einer verwundet. Waffen und Sprengstoff wurden erbeutet", so US-Major Tim Keefe in einer Stellungnahme per E-Mail.

Mohsen Thabit, ein Freund der getöteten Männer, machte klar, was er von dieser Aussage hielt. "Sie nennen jeden einen Terroristen, aber sie begehen Terrorakte, wann immer sie wollen", sagte er. Thabit hatte die drei durch Kopfschüsse getöteten Männer nach der US-Razzia in ihrem Haus gefunden.

Ein Nachbar hatte die Leichen von Khalil, Khalid und Jamal Hussein gefilmt, wie sie in dem Haus lagen. Die Leiche des seit einer Verwundung im rund 20 Jahre zurückliegenden Iran-Irak-Krieg an den Rollstuhl gefesselten Khalil Hussein lag im Badezimmer neben seinem Rollstuhl.

Eine Schwägerin der Erschossenen war nach eigener Aussage während des Angriffs anwesend und sah, wie ihre beiden Schwager und ihr Ehemann erschossen wurden.

"Sie erschossen einen meiner Schwager im Badezimmer und dann erschossen sie die anderen beiden. Ich wurde am Arm und am Fuß getroffen", so Noor Ali Jassim gegenüber Reuters in einem Krankenhaus.

Angesichts der Tatsache, daß seitens des US-Militärs keinerlei Beweise für eine "Geiselnehmerzelle" vorgelegt wurden, scheint diese Darstellung eher eine Schutzbehauptung zu sein. Während die Opfer durch Kopfschüsse getötet wurden erwähnt der Reuters-Bericht mit keiner Silbe von ihnen abgewandte Einschüsse in dem Haus, die auf das vorgebliche Feuergefecht hindeuten würden.

Entsprechend aufgebracht sind die Bewohner des Stadtteils.

"Amiriya wird nicht still sein", sagte Akram Khalil.

"Sie werden niemals wieder nach Amiriya hineingelassen werden", schrie ein weiterer Mann.



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