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Kinder-Terroristen?

USA bombardieren Al-Qaim

30.08.2005  






Wie Al-Jazeera am Dienstag berichtete, sind bei drei Bombardements nahe der westirakischen Stadt Al-Qaim 47 Menschen, darunter zahlreiche Frauen und Kinder, getötet worden.

"Unter den Opfern waren Kinder und Frauen und auch zwei Mediziner, die in eine andere Zentrale verlegt waren, um Opfer des US-Bombardements zu behandeln", sagte Dr. Hamdi al-Alusi, Leiter des Krankenhauses von Al-Qaim, gegenüber Al-Jazeera.

In einer veröffentlichten Erklärung behauptete das US-Militär, die Angriffe hätten sich gegen "Al-Qaida-Mitglieder" gerichtet.

"Geheimdienstinformationen bringen Koalitionsstreitkräfte dazu, zu glauben, daß Abu Islam und zahlreiche weitere seiner Gefährten bei dem Luftschlag getötet wurden", so eine Sprecherin des US-Militärs. Bemerkenswert ist hier sicherlich, daß nicht nur das Bombardement von drei Häusern allein auf "Informationen" beruhte, sondern selbst der vermeintliche "Erfolg" nicht vor Ort von Soldaten überprüft wurde, sondern hierfür eben solche "Informationen" herangezogen werden. Bemerkenswert ist aber auch, daß die getöteten Kinder von ihr mit keiner Silbe des Bedauerns erwähnt wurden. Offenbar ist sie der Ansicht, daß es sich bei ihnen auch um "Terroristen" handelte.

Eine solche Vorgehensweise, bei der ein Militär sich offenbar außerstande sieht, selbst die Tötung von "Feinden" direkt zu überprüfen, scheint nur damit erklärbar, daß dieses Militär die Überlegenheit am Boden längst eingebüßt hat und sich bei Angriffen allein auf die weiterhin bestehende Lufthoheit verlassen muß. Dies erinnert sicherlich nicht zufällig an die Vorgehensweise der sowjetischen Armee in Afghanistan, die allerdings durch von den USA gelieferte Boden-Luft-Raketen (SAMs) vernichtend gebrochen wurde.

Tatsächlich setzte das US-Militär mit diesen Bombardements nur die Erfüllung einer bereits am Samstag ausgesprochenen Drohung fort.



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