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Unerwünschte Fragen

Gallup lehnt Umfrage ab

03.09.2005  






Am vergangenen Mittwoch lehnte Frank Newport, Chefredakteur des US-Marktforschungsunternehmens Gallup, Forderungen nach einer Umfrage hinsichtlich der Zustimmung zu einem Amtsenthebungsverfahren gegen US-Präsident George W. Bush ab.

Er reagierte damit auf eine E-Mail-Kampagne, mittels derer Gallup und andere Meinungsforschungsunternehmen dazu gebracht werden sollten, durch eine Umfrage zu ermitteln, wie groß der Anteil der US-Bürger ist, der sich für ein solches Amtsenthebungsverfahren ausspricht.

"Die übliche Prozedur, die Gallup anwendet um festzulegen, was wir in unseren Umfragen fragen, ist, die Themen und die Bedenken zu messen, die in der Öffentlichkeit diskutiert werden. Wir werden mit Sicherheit die Amerikaner hinsichtlich ihrer Ansichten zu einem Amtsenthebungsverfahren gegen George W. Bush befragen falls und wenn es Gespräche über diese Möglichkeit von führenden Mitgliedern des Kongresses gibt und/oder Kommentatoren beginnen, hierüber in den Medien zu sprechen. Dies ist bisher nicht geschehen", so Newport.

So fragwürdig die Bedingung von "führenden Kongreßmitgliedern" auch erscheinen mag, so schwer ist sie zweifellos auch kontrollierbar. Andererseits hat sich ein Mitglied des US-Kongresses, das in der Vergangenheit drei Mal für das Amt des US-Präsidenten kandidiert hat, ebenfalls für ein Amtsenthebungsverfahren ausgesprochen. Der Abgeordnete Patrick J. "Pat" Buchanan mag zwar aufgrund seiner Ansichten umstritten sein, ein hoher Bekanntheitsgrad dürfte ihm aber kaum abzusprechen sein.

Mehrere weitere Abgeordnete als auch Kommentatoren in den Medien haben darüber hinaus bereits sich für ein Amtsenthebungsverfahren ausgesprochen. Außerdem sagten in einer Umfrage des Meinungsforschungsunternehmens Zogby im Juni 42 Prozent der Befragten, daß sie ein Amtsenthebungsverfahren gegen Bush unterstützen würden.

Auch wenn es Gallup wie jedem anderen Meinungsforschungsunternehmen zweifellos freisteht, die Inhalte seiner Umfragen selbst festzulegen, so belegen diese offensichtlich falschen Argumente doch, daß das Unternehmen vermeiden möchte, daß eine weitere, für Bush derart schädliche Umfrage erstellt wird. Die Weigerung Gallups zeigt aber auch, daß sich die Meinungsforschungsunternehmen ihrer meinungsbildenden Macht nicht nur bewußt sind, sondern diese auch ganz gezielt einsetzen.





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