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Immer nur Terroristen

Perfekte Erfolge des US-Militärs

13.09.2005  






Am Dienstag erklärte das US-Militär die Offensive gegen die nordirakische Stadt Tal Afar für erfolgreich und wandte sich bereits neuen Zielen zu.

Meldungen zufolge wurden bei dem Großangriff auf die Stadt mit einer Viertelmillion Einwohnern - die allerdings zum großen Teil vor Beginn des Angriffs aufgrund von klaren Drohungen des US-Militärs geflüchtet waren, wie dies auch in Fallujah der Fall gewesen war - über 200 "Terroristen" getötet worden. Tatsächlich ist dies eine Zahl, die bereits vor fast einer Woche genannt worden war. Nach Darstellung des US-Militärs wurden bei der Offensive 5 "irakische Soldaten" getötet, während kein US-Soldat verwundet oder gar getötet wurde.

Am Dienstag berichtete AP, daß nun die irakische Stadt Haditha durch die US-Luftwaffe bombardiert wird. Dort seien ein Kämpfer mit Verbindungen zu "Al-Qaida" gefangengenommen und vier weitere getötet worden.

Reuters wiederum berichtete am Dienstag unter Berufung eine Krankenhausquelle, daß auch die Stadt Karabilah mindestens 10 Mal von US-Flugzeugen bombardiert worden ist.

In all diesen Fällen sprach das US-Militär - und auch die "irakische Regierung" - ausschließlich von "Terroristen" oder zumindest "vermutlichen Terroristen" wenn die Rede von den durch die Offensive und die Bombardements verursachten Opfer kam. Zwar hatte das US-Militär schon wenige Monate nach Beginn des völkerrechtswidrigen Angriffskrieges gegen den Irak gesagt, die zivilen Opfer würden nicht gezählt werden, dies ändert aber sicherlich nichts daran, daß diese "hundertprozentigen Erfolge" mehr als bemerkenswert sind.

Bei objektiver Betrachtung muß klar sein, daß neben einer unbekannten Zahl von als "Terroristen" bezeichneten Widerstandskämpfern auch zahllose Zivilisten durch Kugeln, Bomben und auch "andere Waffen" wie Napalm durch das US-Militär getötet worden sind. Ebenso klar ist aber auch, daß mehrere tausend US-Soldaten kaum in der Lage sind, mehrere Tage offensive Kampfhandlungen durchzuführen, ohne daß auch nur einer von ihnen verletzt wird.

Sicherlich ist es keineswegs neu, daß die Erfolge militärischen Vorgehens während eines Krieges von der jeweiligen Führung geschönt werden, gerade die Bezeichnung aller getöteten Menschen als "Terroristen" weckt allerdings Erinnerungen an die vor über 60 Jahren in Deutschland verbreitete Propaganda.



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