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Wieder PowerPoint

US-Kriegsvorbereitungen gehen weiter

14.09.2005  






Wie die Washington Post am Mittwoch berichtete, hat die US-Regierung erneut eine PowerPoint-Präsentation eingesetzt, um die Grundlage für einen weiteren Angriffskrieg zu schaffen.

Die Rede des damaligen US-Außenministers Colin Powell vor dem UN-Sicherheitsrat, bei der er die Anwesenden mittels einer PowerPoint-Präsentation davon überzeugen wollte, daß der Irak Massenvernichtungswaffen - darunter sogar Atomwaffen - besitzt, erforscht und herstellt liegt gerade einmal zweieinhalb Jahre zurück. Nachdem US-Oberst Lawrence Wilkerson, ein damaliger Assistent Powells, der an der Erstellung der Präsentation mitgearbeitet hatte, Powells Rede im vergangenen Monat als den "Tiefpunkt in meinem Leben" bezeichnet hatte, nannte auch Powell selbst die Rede in der letzten Woche einen "schmerzhaften Schandfleck".

Dies hinderte die US-Regierung allerdings offenbar nicht daran, erneut eine PowerPoint-Präsentation zusammenzustellen, die wiederum mit Spekulationen, Halbwahrheiten und angeblichen Geheimdienstberichten - die zweifellos wie auch im Falle des Iraks insbesondere auf Aussagen von "oppositionellen Gruppen" beruhen, die seit Jahren den Umsturz der iranischen Regierung betreiben - versucht, die Zustimmung der internationalen Staatengemeinschaft für einen weiteren Angriffskrieg zu erlangen.

Die Präsentation mit dem Titel "Eine Geschichte der Verheimlichung und der Täuschung" wurde im vergangenen Monat Diplomaten aus über einem Dutzend Ländern in Wien gezeigt. Dies geschah offensichtlich in Vorbereitung der Sitzung der Vereinten Nationen in dieser Woche, an der auch US-Präsident George W. Bush teilnehmen will, um die Androhung von Sanktionen gegen den Iran zu erwirken.

Dabei werden die USA nicht müde zu wiederholen, er Iran würde versuchen, in den Besitz von Atomwaffen zu gelangen, obwohl die iranische Führung dies immer wieder bestreitet und das Land wie jedes andere auch das Recht hat, Atomenergie friedlich zu nutzen.

Letztlich stellt sich die Frage, ob sich für die Behauptung eines US-Wissenschaftlers, "PowerPoint macht blöd" hier nicht doch ein weiterer Beleg findet, ist es doch andernfalls kaum erklärlich, daß die USA tatsächlich glauben, nach weniger als drei Jahren eine schon damals nur sehr bedingt erfolgreiche Strategie wiederholen zu können, nachdem die damaligen Lügen mittlerweile weltbekannt sind.



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