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Kämpfe in Basra

Britische Soldaten gewaltsam befreit

19.09.2005  






Mehrere Berichte vom Montag zeichnen zusammengenommen ein zumindest zweifelhaftes Bild des britischen Militärs im Irak und scheinen zumindest seit längerem seitens des irakischen Widerstands geäußerte Anschuldigungen zu bestätigen.

So meldete Reuters unter Berufung auf einen namentlich nicht genannten Beamten des "irakischen Innenministeriums", daß mehrere britische Panzer die Mauer eines irakischen Gefängnisses in der südirakischen Stadt Basra zerstört haben, um zwei verdeckt arbeitende britische Soldaten zu befreien. Diese waren am gleichen Tag verhaftet worden, weil ihnen vorgeworfen wurde, auf "irakische Polizisten" geschossen und zwei von ihnen getötet zu haben. Nachdem ein halbes Dutzend Panzer die Mauern des Gefängnisses zerstört hatten, wurden die beiden britischen Soldaten demnach von britischen Soldaten befreit. Der Gouverneur Basras bestätigte, daß in daß Gefängnis eingedrungen worden ist, während das US-Verteidigungsministerium und die britische "Botschaft" in Baghdad sagten, ihnen lägen keinerlei Informationen vor. Das britische Militär in Basra war für eine entsprechende Anfrage nicht erreichbar. Mohammed al-Waili, der Gouverneur Basras, nannte den britischen Angriff auf das Gefängnis AP zufolge "barbarisch, unzivilisiert und unverantwortlich".

Wie die Washinton Post berichtete, ist es im Zusammenhang mit der Verhaftung der beiden Briten zu gewalttätigen Demonstrationen gekommen. Ein Sprecher der Besatzungstruppen bestätigte demnach "anhaltende Unruhen" in Basra. AFP hatte zuvor gemeldet, daß hierbei zwei britische, nicht näher spezifizierte Panzer in Brand gesetzt worden sind.

Gleichgültig, ob es sich einem naheliegenden Verdacht folgend bei den Schüssen der britischen Soldaten auf die "irakischen Polizisten" tatsächlich um eine absichtliche Gewalteskalation handelte oder ob es andere Gründe hierfür gab, so könnte doch kaum deutlicher als durch ihre gewaltsame Befreiung demonstriert werden, daß es sich beim Irak weiterhin um ein besetztes Land handelt, in dem die Besatzungsmächte ungehindert handeln können. Auch fällt es sicherlich schwer, in ihrer Befreiung nicht ein Eingeständnis dafür zu sehen, daß es sich bei den tödlichen Schüssen keineswegs nur um einen weiteren "Unfall" handelte.



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