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Persona non grata?

Journalist Einreise in USA verweigert

24.09.2005  






Einer Meldung des New Mexican vom Donnerstag zufolge haben Beamte der US-Einwanderungsbehörde am Dienstag dem bekannten britischen Journalisten Robert Fisk die Einreise in die USA untersagt.

Fisk wollte vom kanadischen Toronto aus nach Denver fliegen, um schließlich am Mittwoch in Santa Fe als Gast bei einem von der Lannan-Stiftung veranstalteten Gespräch mit Amy Goodman teilzunehmen. Nach Aussage von Christie Mazuera Davis, einer Mitarbeiterin der Stiftung, wurde als Begründung hierfür angegeben, daß seine Papiere nicht in Ordnung gewesen seien. Das Gespräch mit Amy Goodman wurde schließlich mittels einer Satellitenverbindung nach Toronto durchgeführt.

Es scheint äußerst fragwürdig, daß die Papiere Fisks nicht "in Ordnung" gewesen sein sollen. Nicht nur, daß ihm die Reise nach Toronto zuvor problemlos gelungen war, aufgrund seiner langjährigen journalistischen Tätigkeit in zahllosen Ländern sind ihm die entsprechenden Bedingungen zweifellos bekannt. Insbesondere angesichts des schon teilweise paranoide Züge annehmende Verhalten der US-Grenzer ist auch kaum anzunehmen, daß er bei dem Einreiseversuch ein bewußtes Risiko eingegangen ist.

Da er zu den schärfsten Kritikern des US-geführten Angriffskrieges gegen den Irak gehört scheint es weitaus wahrscheinlicher, daß seine Einreise hier ganz bewußt mittels einer fadenscheinigen Begründung verhindert worden ist - sei es aus "Rache" oder um seinen Auftritt in Santa Fe zu verhindern.

Die Wirkungslosigkeit eines solchen Vorhabens war zweifellos im Hinblick auf die heutigen technischen Möglichkeiten abzusehen, es dürfte aber trotzdem bei Fisk selbst eine mehr als deutliche Botschaft hinterlassen haben.



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