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Britische Prioritäten

Festnahme im Fall Menezes

26.09.2005  






Ein Bericht der BBC vom Sonntag läßt vermuten, daß die Prioritäten bei den Ermittlungen hinsichtlich der Erschießung des gebürtigen Brasilianers Jean-Charles de Menezes in einer Londoner U-Bahn keineswegs darauf liegen, die Verantwortlichen für seinen Tod zur Rechenschaft zu ziehen.

Demnach wurde bereits am Mittwoch eine 43 Jahre alte Frau verhaftet, weil sie verdächtigt wird, das "Leck" gewesen zu sein, das interne Untersuchungsergebnisse "Independent Police Complaints Commission" (IPCC, "Unabhängige Untersuchungskommission der Polizei für Beschwerden") an die Medien gegeben hatte und so alle bis dahin öffentlich seitens der Polizei geäußerten Begründungen für die tödlichen Schüsse als Lügen entlarvte.

Einer Erklärung der Polizei von Leicestershire, die die nicht näher bezeichnete Frau im Rahmen mehrerer Hausdurchsuchungen im Großraum London verhaftet hatte, war sie später auf Kaution freigelassen worden. Es ist derzeit nicht bekannt, ob es sich bei ihr um jene(n) Angestellte(n) - damals wurden keine Angaben zum Geschlecht gemacht - der Untersuchungskommission handelt, der Mitte August beurlaubt worden ist. Dem - oder der - Angestellten war vorgeworfen worden, Verbindungen zu dem Fernsehsender ITV zu besitzen, dem die Berichte und Photos zugespielt worden waren.

Während der Mangel an entsprechenden Erklärungen der Untersuchungskommission oder auch der Londoner Polizei den Eindruck erweckt, daß die Untersuchungen zum Tod de Menezes' - für den die Bezeichnung "Hinrichtung" deutlich angemessener erscheint - kaum mit großer Dringlichkeit vorangetrieben werden, ist man offenbar umso bemühter, diejenige Person zu finden, die die Lügen der Behörden aufdeckte.



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