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Noch eine Offensive

Iraker fliehen vor Besatzern aus Samarra

28.09.2005  






Einem Bericht der zu den Vereinten Nationen gehörenden IRINNews vom Dienstag zufolge steht offenbar erneut eine Offensive des US-Militärs gegen eine irakische Stadt bevor.

Infolge einer vor kurzem erfolgten Erklärung des "irakischen Verteidigungsministeriums", daß die Besatzungsstreitkräfte mit den Vorbereitungen für eine Offensive gegen die Stadt begonnen hätten, haben die Bewohner der Stadt bereits begonnen, aus ihr zu fliehen. Hamad al-Kashty, Gouverneur der Provinz Salah ad-Din, in der die Stadt liegt, sagte am Montag, daß bereits fast 500 Familien in Erwartung des Angriffs aus der Stadt geflohen seien.

Al-Kashty teilt offenbar die Befürchtungen der Bewohner, daß sich das rücksichtslose Vorgehen des US-Militärs auch in Samarra wiederholen wird. "Ich weiß, daß die Stadt ein wichtiger Ort für Rebellen geworden ist, die täglich mehr werden, aber die Regierung sollte vorsichtig sein und unsere Stadt nicht in einen weiteren Schrecken verwandeln, wie es in Fallujah und Tal Afar passiert ist", sagte er.

Flüchtlinge berichteten, daß bereits Truppenverbände um die Stadt zusammengezogen werden. "Ich zog es vor, meine Familie zu nehmen und die Stadt zu verlassen, da ich befürchte, daß sie das gleiche erleiden, was unsere Brüder in Tal Afar erleiden. Wir sehen den Zuwachs an US- und irakischen Streitkräften um die Stadt und zu flüchten ist die bessere Lösung um unser Leben zu schützen", sagte Mahmoud Tikrit, Vater von drei Kindern.

Auch der Irakische Rote Halbmond (IRCS), die Schwesterorganisation des Roten Kreuzes, drängte die "irakische Regierung", die Offensive nicht durchzuführen und erinnerte daran, daß bei der vorangegangenen Offensive gegen die Stadt Tal Afar fast 5.000 Familien zu Flucht getrieben wurden.

"Wir haben alles unternommen, um den Menschen, die aus Tal Afar flohen, zu helfen, eine weitere Operation wird den Irakern nur noch mehr Unrecht und Schmerz bringen. Wir hatten Schwierigkeiten, Hilfe nach Tal Afar zu bringen, da unsere Lager leer waren und eine weitere Offensive wird noch viel schlimmer sein", sagte Ferdous al-Abadi, Sprecher der Organisation.

Sowohl al-Abadi als auch al-Kashty ließen hier aber außer acht, daß die "irakische Regierung" kaum der richtige Ansprechpartner für derartige Forderungen ist.



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