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"Umformung der ganzen Region"

Condoleezza Rice plant die nächsten Kriege

01.10.2005  






Am Freitag bewies die US-Außenministerin und frühere "Sicherheitsberaterin" Condoleezza Rice, daß der Willen der USA zur gewaltsamen "Befreiung" weiterer Länder im Mittleren Osten ungebrochen ist.

In ihrer Rede an der Universität Princeton im US-Bundesstaat New Jersey verteidigte sie die von den USA gegen den Irak und Afghanistan geführten Angriffskriege. Die Verbreitung von Demokratie und Freiheit - auch mit Waffengewalt - sei "die einzige Garantie für wahre Stabilität und anhaltende Sicherheit", so Rice, die dabei ganz offensichtlich nicht die Sicherheit der so "befreiten" Länder im Sinn hatte.

Jegliches Ereignis der letzten Zeit in der Region wurde ihrer Darstellung zufolge letztlich durch Einfluß der USA ausgelöst, seien es die - in Wahrheit keineswegs ersten - Wahlen in Palästina oder auch das "Versprechen" Saudi-Arabiens, daß Frauen "in Zukunft" bei Wahlen ebenfalls ihre Stimme abgeben dürften. Bemerkenswert ist, daß auch die von den USA geführten Kriege von ihr in einer bisher nicht gekannten Ausschließlichkeit als "Befreiungen" dargestellt wurden.

"Jahrelang sprach die ganze Welt über die Beendigung der Tyrannei der Taliban in Afghanistan. Aber es waren schließlich die Vereinigten Staaten, die eine Koalition der willigen Nationen und mutiger Afghanen anführten, die schließlich der Verfolgung dieses Regimes seiner Menschen ein Ende setzte", sagte sie.

Gleiches gilt ihren Worten zufolge auch für den Irak.

"Und natürlich sprach die ganze Welt viele Jahre lang über die Beendigung der Tyrannei im Irak der Baathisten. Trotz 17 Resolutionen des Sicherheitsrats, die forderten, daß Saddam Hussein aufhört, sein Volk zu unterdrücken, seine Nachbarn zu bedrohen und nach Massenvernichtungswaffen zu streben, blieb er an der Macht. Die Vereinigten Staaten und eine große Koalition von Nationen entfernten Saddam Hussein schließlich. Jedem moralischem Standard zufolge war die Befreiung des irakischen Volkes lange überfällig", so Rice. Internationales Völkerrecht, das derartige Angriffskriege untersagt, gehört nach Rices Ansicht offenbar also nicht zu den "moralischen Standards".

"Jetzt ist es nur zweieinhalb Jahre her, daß Saddam Hussein im Irak noch an der Macht war. Er folterte seine politischen Gegner und er plünderte das Öl-für-Lebensmittel-Programm und benutzte das Geld um weltweit Individuen und Institutionen zu korrumpieren, während irakische Kinder an Unterernährung und fehlenden Medikamenten starben. Er zwang männliche Dissidenten, die Vergewaltigung ihrer Ehefrauen und Töchter zu beobachten. Und er schaufelte den trockenen Staub von Massengräbern auf die letzten seiner 300.000 unschuldigen Opfer. Ein Monster wie Saddam Hussein konnte nicht Teil irgendjemandes Vision für einen besseren Mittleren Osten sein", sagte sie weiter. Die von ihr genannten, von Saddam Hussein zu verantwortenden Verbrechen - wobei der Tod hunderttausender Kinder letztlich durch die auf Druck der USA verhängten strengen Sanktionen verursacht wurde - sind den bisher bekanntgewordenen von den US-Besatzern im Irak zu verantwortenden Verbrechen nur zu ähnlich. Auch sie haben zahllose Gefangene gefoltert und es existieren - kaum überraschend - auch Berichte von Vergewaltigungen. Milliardensummen aus dem Verkauf des irakischen Öls, die für den "Wiederaufbau" hätten genutzt werden sollen, sind "verschwunden". Angesichts der Tatsache, daß seit Beginn des US-geführten Angriffs auf den Irak schätzungsweise 150.000 Menschen getötet worden sind, scheint die von ihr genannte Zahl von 300.000 Opfer des Hussein-Regimes schon fast niedrig, "benötigte" er hierfür doch über 20 Jahre.

Wirklich entscheidend ist aber ihr Ausblick in die Zukunft, der keinen Zweifel daran läßt, daß die USA auch die übrigen Länder des Mittleren Ostens, die nicht bereit sind, sich ihnen zu beugen, allen voran sicherlich Syrien und den Iran, gewaltsam "befreien" werden.

"Wenn Sie glauben, wie ich und Präsident Bush es tun, daß die Grundursache für den 11. September der gewalttätige Ausdruck einer weltweiten extremistischen Ideologie war, eine Ideologie, die auf der Unterdrückung und Verzweiflung des modernen Mittleren Ostens beruht, dann müssen wir versuchen, genau die Quelle dieses Terrors zu entfernen, indem wir die ganze Region umformen", so Rice.



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