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Nadelstiche

Chávez zieht Geld aus USA ab

01.10.2005  






Wie AP am Freitag berichtete, hat die venezolanische Regierung unter Präsident Hugo Chávez die Devisenreserven der Zentralbank des Landes aus den USA abgezogen.

"Wir mußten die internationalen Reserven aus den USA aufgrund der Drohungen abziehen", sagte Chávez bei einer Fernsehansprache bei einem südamerikanischen Gipfeltreffen in Brasilien. "Die Reserven, die wir in US-Schuldverschreibungen hatten, haben wir verkauft und wir haben sie nach Europa und in andere Länder verschoben."

Insgesamt umfassen die Devisenreserven des Landes rund 30 Milliarden US-Dollar (etwa 25 Milliarden Euro). Dieser Wert schwankt, da die Zentralbank Venezuelas jedes Jahr einen "Optimalwert" errechnen und einen Überschuß an einen neu geschaffenen nationalen Entwicklungsfonds überweisen muß. Diese Gelder werden für Einkäufe in Übersee und die Tilgung von Darlehen verwendet.

Schon in der Vergangenheit hatte Chávez sich wiederholt gegen die Macht ausländischer Banken und für die Schaffung einer eigenen südamerikanischen Zentralbank ausgesprochen, die dann die Devisenreserven der Zentralbanken der Länder Südamerikas halten würde.

"Ich bin in diesem Moment mit der Zentralbank Venezuelas bereit ... 5 Milliarden (US-Dollar an venezolanischen Reserven) zu einer südamerikanischen Bank zu verschieben", sagte er.

Auch wenn es sich hier angesichts der transferierten Summe aus Sicht der USA eher um eine symbolische denn um eine folgenschwere Handlung handeln dürfte, so ist diese angesichts des massiven Defizits der USA und des bereits unter Druck geratenen US-Dollars auch nicht zu vernachlässigen. In jedem Fall stellt dies einen weiteren Nadelstich Venezuelas gegen die USA und die Bush-Regierung dar.





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