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Verdachtsmomente

"Terrorverdächtiger" in Wien

04.10.2005  






Ein Vorfall vom Dienstag zeigt einmal mehr, wie weit es Politik und Medien bereits gelungen ist, die Menschen in Panik vor "Terroristen" zu versetzen.

Wie der österreichische ORF meldete, hat eine vom Wiener Flughafen Schwechat startende Maschine der dänischen Fluggesellschaft Maersk mit einer zweistündigen Verspätung abgehoben, weil befürchtet wurde, daß sich ein "Terrorist" an Bord befand.

Gegen 09:00 Uhr - etwa 20 Minuten vor der geplanten Abflugzeit - äußerten mehrere Passagiere, daß sie sich durch einen anderen Passagier "bedroht" fühlten. Dies habe sich dann "wie ein Lauffeuer unter den Passagieren verbreitet". Nachdem die Besatzung informiert wurde, machte der Pilot schließlich von seinem Recht Gebrauch, den Mann von dem Flug auszuschließen.

Dann wurde die Polizei verständigt, die den "Verdächtigen" verhörte, während das Flugzeug von weiteren Polizisten auf Bitten der Fluggesellschaft hin durchsucht wurde. Weder die Durchsuchung noch das Verhör erbrachten allerdings Verdachtsmomente gegen den Mann, einen "ausländischen" - also offenbar zumindest aussehend, als käme er aus dem arabischen Raum - Studenten.

Der einzige Grund für das "Gefühl der Bedrohung" der anderen Fluggäste war dem Bericht zufolge, daß der Student eine Zeitung mit arabischen Schriftzeichen gelesen hatte. Es ist bisher nicht bekannt, ob die österreichische Polizei oder der Wiener Flughafen ein generelles Landeverbot für Maschinen arabischer Fluglinien planen, da nicht ausgeschlossen werden kann, daß deren Besatzungsmitglieder ebenfalls arabische Zeitungen lesen.





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