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Großbritannien will Krieg

Vorgebliche iranische Beteiligung an irakischem Widerstand

05.10.2005  






Nachdem die USA bereits seit längerem einen Kriegskurs gegen den Iran fahren und Frankreich, Großbritannien und Deutschland ein angebliches iranisches Atomwaffenprogramm "befürchten" hat sich die britische Regierung nun offenbar entschlossen, ihr Gebot in dieser Partie zu erhöhen.

Wie die britische BBC am Mittwoch berichtete, hat die britische Regierung den Iran offen beschuldigt, für den Tod aller in diesem Jahr im Irak durch Bomben getötete britische Soldaten verantwortlich zu sein.

Demnach hätten die Revolutionsgarden des Irans einer "shiitischen Gruppe" im Südirak "Technologie" zur Verfügung gestellt. Ein Beamter der britischen Regierung, der es vorzug anonym zu bleiben, sagte, diese Technologie habe zur Entwicklung von Hohlladungen geführt. Während in der Vergangenheit behauptet wurde, die libanesische Hizb Allah ("Hisbollah") habe die gleiche Technologie für ihre Bomben vom Iran erhalten, behauptete der britische Beamte nun, die Hizb Allah habe die Technologie an den Iran weitergegeben. Dieser habe sie dann an die Jaish al-Mahdi des shiitischen Geistlichen Muqtada al-Sadr weitergegeben.

Zwar dient es zweifellos den iranischen Interessen, wenn die Besatzungstruppen im Irak mit einem starken Widerstand zu kämpfen haben, da dies einen anscheinend kaum vermeidbaren Angriff auf den Iran zumindest verzögert, die Behauptung, es wäre notwendig, derartige Kenntnisse in den Irak einzuschleusen, erscheint angesichts der großen irakischen Armee zur Zeit Saddam Husseins, seiner Fixiertheit auf militärische "Lösungen" und der offensichtlichen Planungen für eine Zeit nach der Eroberung des Iraks durch die USA allerdings äußerst unglaubwürdig.

Tatsächlich fällt hier auf, daß durch diesen Vorwurf "zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen" würden. Einerseits wird die Jaish al-Mahdi al-Sadrs, der sich bisher keineswegs kooperativ mit den Besatzern gezeigt hat, der Angriffe auf die Besatzer beschuldigt, andererseits aber auch dem Iran die Verantwortung zugeschoben. Daß dies außerdem auch von der Gefangennahme und anschließenden Befreiung zweier britischer Soldaten, die anscheinend selbst mit der Verübung eines Anschlags auf Zivilisten beschäftigt waren, ablenkt, mag hier als zusätzlicher "Bonus" gelten.

Das offensichtlich nicht konkret beweisbare Fingerzeigen auf den Iran durch die britische Regierung - unter Zuhilfenahme der BBC - das nur dazu beitragen kann, die Spannungen mit dem Iran zu erhöhen und so letztlich den Weg zu einem weiteren Angriffskrieg zu ebnen, kann letztlich nur als Versuch bezeichnet werden, eben diese Bestrebungen der USA zu unterstützen.



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