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Prophezeiung

Film sagte Ereignisse in Marokko voraus

09.10.2005  






Das Drama, das sich derzeit rund um die spanische Exklave Melilla in Marokko abspielt, erinnert in fataler Weise an den bereits 1990 für die britische BBC produzierten Film "The March" ("Der Marsch").

Der Film zeigte, wie sich eine Gruppe von Menschen aus dem Sudan aufgrund einer mehrere Jahre andauernden Dürre - vermutlich verursacht durch die Erderwärmung - aufmacht, um nach Europa zu flüchten. Auf ihrem Weg schwillt die Gruppe immer weiter an, bis sie die Millionengrenze überschreitet. In der "Festung Europa" beginnt daraufhin, sich Panik auszubreiten, was schließlich zur Mobilisierung des Militärs führt.

Zwar versuchen die Menschen in Marokko nun "nur" über die Stacheldrähte in das ausgelagerte spanische Staatsgebiet in Marokko und nicht über die Straße von Gibraltar nach Spanien selbst zu gelangen und ihre Zahl geht auch "nur" in die Tausende und nicht die Millionen, dafür ist die Schwelle zur Gewaltanwendung bereits überschritten.

Nicht nur, daß eine unbekannte Zahl von Menschen auf ihrem Weg nach Melilla gestorben sind, am Donnerstag wurden mindestens 6 Flüchtlinge von marokkanischen Soldaten erschossen, die die spanische Enklave vor ihnen "schützen" sollten.

Darüberhinaus waren etwa 1.000 Flüchtlinge - ein Teil von ihnen war außerhalb des spanischen Staatsgebiets gefangengenommen, der andere Teil aus Melilla wieder deportiert worden, nachdem sie die meterhohen Stacheldrahtzäune überwunden hatten - Berichten zufolge ohne Nahrung und ohne Wasser von den marokkanischen Behörden in der Wüste Sahara nahe der Grenze zu Algerien ausgesetzt worden. Ihr Tod wurde also zumindest billigend in Kauf genommen, wenn er nicht sogar erwünscht war. Mittlerweile wurden sie dort zwar wieder angeholt, nachdem dies bekanntgeworden war, dies ändert allerdings nichts daran, daß der Versuch unternommen worden ist, sich dieser Menschen endgültig zu entledigen.

Die Tatsache, daß dies durch marokkanische Soldaten vorgenommen worden ist sollte allerdings nicht darüber hinweg täuschen, daß Spanien die Menschen zuvor entgegen bisheriger Politik deportiert hat und daß es zumindest unwahrscheinlich scheint, daß ihre Aussetzung in der Wüste nicht zumindest mit Wissen der spanischen Behörden geschehen ist. Tatsächlich waren Regierungsvertreter aller europäischen Länder auffallend zurückhaltend darin, dieses kaum anders als geplanten Mord zu bezeichnendes Vorgehen zu verurteilen und sich für eine umgehende Rettung der Menschen einzusetzen.

Nicht nur der Marsch, auch die blutigen Gegenmaßnahmen haben offenbar bereits begonnen.





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