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Chávez bleibt sich treu

"Missionare" ausgewiesen, Land für Ureinwohner

13.10.2005  






Eine AP-Meldung vom Mittwoch zeigt, daß der Präsident von Venezuela, Hugo Chávez, weiterhin seinen Grundsätzen treu bleibt. So forderte er einerseits eine aus den USA stammende Organisation von "Missionaren" auf, das Land zu verlassen und übereignete andererseits mehreren Stämmen von Ureinwohnern große Landflächen.

Chávez wirft der "New Tribes Mission" ("Neue Stämme Mission") "imperialistische Infiltration" und Verbindungen zur CIA vor. Außerdem würden sie "die Indianer ausnutzen", hätten luxuriöse Lager neben armen Dörfern von Ureinwohnern gebaut und die Zollbehörden Venezuelas umgangen, indem sie mit Privatflugzeugen in das Land hinein und wieder hinaus geflogen seien - letzteres erinnert zweifellos an die Vorgehensweise der CIA.

Nita Zelenak, eine Repräsentantin von New Tribes wollte am Telephon keinen Kommentar zu Chávez' Entscheidung abgeben oder auch nur mitteilen, wieviele "Missionare" der Organisation sich derzeit in Venezuela aufhalten.

"New Tribes verläßt Venezuela. Dies ist eine unumkehrbare Entscheidung, die ich getroffen habe", so Chávez. "Wir wollen New Tribes hier nicht. Genug Kolonialismus!" Hunderte Ureinwohner applaudierten bei Chávez' Worten. Sie waren gekommen, um an der Zeremonie teilzunehmen, in der Chávez den Stämmen der Cuiba, Yuaruro, Warao und Karina Dokumente übergab, in denen ihr Besitz von insgesamt fast 6.800 Quadratkilometer Land - mehr als die zweieinhalbfache Fläche des Saarlandes - anerkannt wird.

"Zuvor wurden die Ureinwohner Venezuelas von ihrem Land vertrieben. Dies ist historisch. Es ist ein glücklicher Tag", sagte der zum Stamm der Warao gehörende Librado Moraleda. Moraleda erhielt neben Landbesitzrechten eine Regierungszusage über 58.000.000 Venezolanische Bolivar (22.500 Euro) zum Bau von Häusern und für den Anbau von Maniok und Kochbananen.

Chávez sagte, er führe eine "Revolution" für die Armen und daß die Verteidigung der Rechte der Ureinwohner des Landes eine der "Priotitäten" sei.





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