www.freace.de
Impressum und Datenschutz

Nachrichten, die man nicht überall findet.





Unterstützung für Kuba

Südamerika bezieht Position

16.10.2005  






Im Anhang der Abschlußerklärung zur 15. Versammlung der "Organización de Estados Iberoamericanos" (OEI, "Organisation der iberoamerikanischen Staaten") forderten die Mitgliedsstaaten der OEI am Samstag eine unverzügliche Aufhebung der "wirtschaftlichen, kommerziellen und finanziellen Blockade" Kubas durch die USA.

In der Erklärung forderten die 17 teilnehmenden Staatschefs und die Abgesandten 5 weiterer Mitgliedsländer - der kubanische Präsident Fidel Castro war dem Treffen nach eigener Darstellung ferngeblieben, um die Hilfe für die Opfer des Wirbelsturms "Stan" zu organisieren - die USA auf, sich den 13 Resolutionen der UN-Generalversammlung zu beugen und die "Blockade" gegen Kuba aufzuheben. Außerdem forderten sie die Auslieferung des "Verantwortlichen für den terroristischen Anschlag auf ein Flugzeug der Cubana Aviation vom Oktober 1976, der zum Tod von 73 unschuldigen Zivilisten führte." Hiermit ist zweifellos der in die USA geflüchtete Luis Posada Carriles gemeint, der von den US-Behörden ganz offensichtlich geschützt wird.

Die US-Botschaft in Madrid - das diesjährige Treffen der Staatschefs der OEI fand im spanischen Salamanca statt - beschwerte sich einem Bericht des Seattle Post-Intelligencer zufolge in einer Erklärung über die Benutzung des Begriffs "Blockade" statt "Embargo" in der Abschlußerklärung. Außerdem könne diese Forderung als "eine Art Unterstützung für die Diktatur in Kuba" interpretiert werden. Zweifellos handelt es sich hier nicht nur um "eine Art" Unterstützung Kubas durch die Mitgliedsländer der OEI, sondern um eine offene Parteinahme.

Der OEI gehören neben Äquatorial-Guinea, Argentinien, Bolivien, Brasilien, Chile, Costa Rica, der Dominikanischen Republik, Ecuador, El Salvador, Guatemala, Honduras, Kolumbien, Kuba, Mexiko, Nicaragua, Panama, Paraguay, Peru, Puerto Rico, Uruguay und Venezuela auch Portugal und Spanien - und seit diesem Treffen auch Andorra - an. Zwar sind die genannten Forderungen bisher mit keinerlei Sanktionen für den Fall der Nichterfüllung verbunden, allein schon die Tatsache, daß sich diese Vielzahl von Ländern derart offen auf die Seite Kubas stellt, dürfte in Washington allerdings zumindest zu einigem Unbehagen führen.





Zurück zur Startseite





Impressum und Datenschutz

contact: EMail