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Gewollte Gewalt

Israel setzt Agents Provocateurs ein

16.10.2005  






Wie die israelische Yedioth Ahronoth berichtete, hat das israelische Militär bei einer Demonstration gegen die von Israel als "Sicherheitszaun" bezeichnete "Mauer" am Freitag als Araber verkleidete Soldaten eingesetzt, um eine gewalttätige Auseinandersetzung mit israelischen Soldaten herbeizuführen.

"Mehrere nicht identifizierte Menschen mit vermummten Gesichtern provozierten Soldaten und begannen, Steine auf die Armee zu werfen", berichtete Lizar Falas, einer der Demonstranten. "Einige örtliche Anwohner sprachen sie an und fragten sie, wer sie seien. Sie sagten, sie seien Palästinenser aus Lod, die zusammen mit den Anarchisten angekommen seien."

"Wir wußten sofort, daß sie als Araber verkleidete Soldaten waren, da sie nicht mit uns zusammen angekommen waren. Innerhalb weniger Augenblicke trafen drei Jeeps der Armee ein, um sie zu retten", so Falas weiter. "Die Armee benutzt solche Strategien jedes Mal, um den Protest gewalttätig werden zu lassen."

Die israelische Haaretz meldete ebenfalls am Freitag, daß die israelischen Soldaten nach den Steinwürfen - also nachdem sie von ihren "Kameraden" "angegriffen" wurden - "Maßnahmen" einsetzte, um die Demonstranten auseinanderzutreiben. Üblicherweise setzt das israelische Militär hierbei Tränengas und die wegen ihrer Wirkung berüchtigten Salzgeschosse ein.

In einer Erklärung gab das israelische Militär zu, daß "als Linke verkleidete Soldaten der Masada-Einheit bei der Konfrontation anwesend waren." Armeeangehörige sagten, daß "es nicht das erste Mal war, daß die Armee Soldaten bei einer solchen Demonstration eingesetzt hat, um zu versuchen, jene auszumachen, die die Menge aufhetzen und sie zu verhaften."

Nicht nur, daß es anscheinend die Soldaten selbst waren, die die "Menge aufhetzten" und mit der Ausübung von Gewalt begannen, erst vor wenigen Monaten hatte der Richter eines israelischen Militärgericht es eben dieser Einheit untersagt, auf palästinensischem Gebiet zu operieren. Auch damals schon wurde der Spezialeinheit Masada ein ähnliches Vorgehen - ebenfalls bei einer Demonstration in Bil'in - vorgeworfen.

In der Vergangenheit ist es immer wieder bei als gewaltfrei geplanten Demonstration von Palästinensern als auch der israelischen Friedensbewegung zu gewaltsamen Zusammenstößen mit der israelischen Armee gekommen. Der Verdacht, daß dies vielfach ganz bewußt durch eingeschleuste israelische Soldaten provoziert wird, um "unbequeme" Demonstrationen daraufhin gewaltsam beenden zu können, ist sicherlich naheliegend.



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