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Schuldzuweisungen

Briten beschuldigen erneut Iran der Einmischung im Irak

04.11.2005  






Wie Reuters am Freitag berichtete, beschuldigt das britische Militär den Iran erneut, den Widerstand im Irak gegen die US-geführte Besatzung massiv zu unterstützen.

So sagte der britische Generalmajor der Royal Marines James Dutton in einer Telekonferenz gegenüber Journalisten, fortgeschrittene Technologie und Sprengstoff, die zur Herstellung von Bomben benutzt würden, würden vom Iran aus in den Irak gebracht. Er wisse zwar nicht nicht, ob die iranische Regierung, der iranische Geheimdienst oder "andere Gruppen" hierfür verantwortlich seien, zeigte sich aber absolut überzeugt, daß diese "fortgeschrittene Technologie" vom Iran aus in den Irak gebracht werde um dort den Kampf gegen die Besatzer zu unterstützen.

"Die Bomben, insbesondere die Bomben mit fortgeschrittener Technologie ... wir glauben, daß diese Technologie über die Grenze kommt", sagte Dutton. "Bedauerlicherweise erbeuten wir diese Waffen nicht, wenn sie über die Grenze kommen."

"Sie können nicht vom mir erwarten, ins Detail zu gehen, woher wir das wissen. Aber wir sind ziemlich überzeugt, daß es das ist, wo diese Dinge herkommen", so Dutton weiter. Als Beispiel nannte er einfache, aber wirkungsvolle "explosive geformte Projektile" - mit Sprengstoff gefüllte Zylinder, die mit einer Platte aus Kupfer oder Stahl abgeschlossen werden.

Diese schon mehrfach wiederholte Behauptung, die Widerstandskämpfer im Irak wären nicht in der Lage, eine weltweit schon seit Jahrzehnten bekannte Technologie beim Bau von Bomben einzusetzen kann bei genauerer Betrachtung nur noch als absurd bezeichnet werden. Schon bei den im 2. Weltkrieg eingesetzten Panzerfäusten handelte es sich um Waffen, die nach dem Prinzip von Hohlladungen funktionierten. Ungeachtet der Tatsache, daß Millionen von Irakern aufgrund ihrer militärischen Ausbildung Kontakt zu derart einfachen Waffen hatten und dementsprechend auch mit ihrer Funktionsweise vertraut sein dürften, würde es auch ausreichen, eine der von den Widerstandskämpfern so häufig eingesetzten Panzerfäuste zu demontieren und ihre Funktionsweise zu analysieren, um mit diesem Wissen selbst entsprechende Bomben bauen zu können.

Angesichts des unkomplizierten Aufbaus solcher Sprengladungen dürfte es - die Verfügbarkeit von Sprengstoff vorausgesetzt, was im Irak aber offensichtlich kein Problem darstellt - jeder Werkstatt möglich sein, solche Bomben anzufertigen.

Dies ist ohne jeden Zweifel auch Generalmajor Dutton bekannt, so daß die von ihm vorgebrachten Behauptungen nur als ein weiterer Mosaikstein in den Vorbereitungen eines Angriffskrieges gegen den Iran bezeichnet werden können.





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