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Wasser im Tank

Neue Energiequelle entdeckt?

07.11.2005  






Am Freitag berichtete der britische Guardian über die Forschung und Theorien des Wissenschaftlers Dr. Randell Mills, der behauptet, eine Möglichkeit gefunden zu haben, zehn Mal mehr Energie aus Wasserstoff gewinnen zu können, als bei dessen Verbrennung frei wird.

Darüberhinaus entsteht dem Absolventen der Harvard University und des Massachusetts Institute of Technology (MIT) zufolge hierbei eine neue Art von Atomen, die er "Hydrinos" nennt und die zur Synthese völlig neuer Stoffe verwendet werden könnten.

Mills behauptet, ihm sei es gelungen, einen Weg zu finden, das Elektron, das den Atomkern von Wasserstoff umkreist, auf eine niedrigere Umlaufbahn zu drängen, wobei dann die Energie im Form von Licht und Wärme freigesetzt wird. Dies hört sich zwar auf den ersten Blick vergleichsweise trivial an und die wissenschaftlich belegte Tatsache, daß es möglich ist, das Elektron durch Energiezufuhr auf eine wenn auch instabile höhere Umlaufbahn zu bringen, scheint Mills zu bestätigen. Tatsächlich widerspricht seine Behauptung allerdings der Theorie der Quantenmechanik, der zufolge eine niedrigere Umlaufbahn für das Elektron nicht möglich ist. Dementsprechend wird Mills auch von zahlreichen Wissenschaftlern äußerst kritisch betrachtet und häufig als Spinner oder Betrüger dargestellt.

Weder das eine noch das andere konnte ihm bisher bewiesen werden - im Gegenteil. Wissenschaftler, die bereit waren, ihre bisherige Lehrmeinung infragezustellen und Mills' Experimente in seinem Unternehmen BlackLight Power - benannt nach dem bei der Reaktion ausgestrahlten ultravioletten Licht - zu untersuchen oder seine Ergebnisse zu überprüfen, kamen vielmehr zu dem Schluß, daß hier tatsächlich eine Reaktion stattfindet.

"Wir haben viele Versuche durchgeführt. Wir haben 50 unabhängige Prüfberichte, wir haben 65 von Experten überprüfte Zeitschriftenartikel", so Mills. "Wir stießen auf diesen theoretischen Widerstand und es gibt einige persönliche Interessen. Die Leute sind sehr starke und inbrünstige Verteidiger dieser [Quanten-] Theorie, die sie benutzen."

Professor Rick Maas, einem Chemiker an der University of North Carolina (UNC), wurde in diesem Jahr unbeschränkter Zugang zu den BlackLight-Laboren gewährt.

"Wir gingen mit einer gesunden Portion Skepsis hinein. Während es zwar sicherlich schön wäre, wenn das wahr wäre, wollte ich in meiner Position als Leiter eines Forschungsinstituts wirklich keinen Fehler machen. Das letzte, das ich möchte, ist, als derjenige in Erinnerung zu bleiben, der zur Umleitung großer Investitionen in umweltverträgliche Energien in etwas geführt hat, das nicht real ist", so Maas.

Nach dem Besuch zeigten sich Maas und Dr. Randy Booker, ein Physiker der UNC, allerdings von Mills' Behauptungen überzeugt. "Alle von uns, die keine Quantenphysiker sind, betrachten Dr. Mills Daten und finden sie sehr überzeugend", sagte Maas. "Dr. Booker und ich haben beide unser berufliches Ansehen in die Waagschale geworfen."

Nach Mills' Aussage wird seine Forschung mittlerweile von mehreren großen Unternehmen finanziert, Gerüchte sprechen unter anderem von mehreren US-Energiekonzernen. Maas zufolge wird das erste auf der Technologie beruhende Produkt, ein Heizgerät, bereits in vier Jahren auf den Markt kommen.

Anders als bei Brennstoffzellen ist es Mills zufolge nicht einmal notwendig, der Reaktion direkt Wasserstoff zuzuführen. Vielmehr wird dieser innerhalb der Reaktion aus einfachem Wasser herausgelöst. Maas hat kalkuliert, daß eine Kilowattstunde so produzierter Energie etwa 1,2 US-Cent (etwa 1 Euro-Cent) kosten würde.

"Wenn es falsch ist, wird das bewiesen werden", sagte Kert Davies, Forschungsleiter bei Greenpeace USA. "Aber wenn es stimmt ist es so entscheidend, daß alles andere unwichtig wird. Es bietet die Möglichkeit, unsere Abhängigkeit vom Öl zu lösen. Wir sind vorsichtig optimistisch."



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