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Nachricht zum Tag der Trauer

Kommentar von Leonard Peltier zu "Thanksgiving"

26.11.2005  


Leonard Peltier




Hallo meine Freunde, wieder schreibe ich Euch an diesem Tag der Trauer, da ich mich dem Ende von 30 der Freiheit beraubter Jahre nähere. Ich bin hier, um eine rachedurstige Regierung zu besänftigen, die in unser Land gekommen ist, Völkermord beging und uns weiterhin unserer Geschichte und Kultur beraubt während sie unser Land weggibt und unser Volk ermordet und foltert. Ich werde hier durch die Korruption zweier Länder (Kanada und die Vereinigten Staaten) festgehalten, die mich illegal auswiesen, was zu meiner illegalen Verurteilung und Gefangenschaft führte. Trotz der unablässigen Behauptungen, dies sei ein Land der Gesetze und der Welt ein Beispiel an Gerechtigkeit, Freiheit und Demokratie, ist es offensichtlich, daß diese Regierung schützt, wen immer sie will und einsperrt und tötet, wen immer sie will.

Meine Gefangenschaft ist ein Schlüsselbeispiel, wie weit diese Regierung geht, um ihr Ziel der Unterdrückung abweichender Ansichten Indigener zu erreichen. Die Regierung der Vereinigten Staaten strebt fortgesetzt an, alle indigenen Menschen auf unserem Land einzusperren. Die US-Regierung hat ihre unterdrückerischen und tyrannischen Strategien verstärkt. Die Rechte aller Menschen werden ausgehöhlt und Ängste geschürt, um so die Kriegsmaschine am laufen zu halten und die Zerstörung von Mutter Erde zu erhöhen. Unschuldie Menschen sterben, nicht nur in diesem Land, sondern überall auf der Welt im Namen von "Demokratie und Freiheit".

Meine Stammesältesten sagten es mir und ich sage es jetzt Euch: "Die Erde gehört uns nicht, wir gehören der Erde." Und ich möchte sagen, diese Erde gehört Tunkashala, dem Schöpfer all diesen. Es hat bereits eine Zeit der großen Säuberung auf der Erde begonnen und diese Regierung hat begonnen zu bröckeln. Der Stoff der Verfassung ist beschmutzt und zerrissen.

Wir als menschliche Wesen können uns bedanken oder trauern, aber wenn alles, was passiert nicht mehr als Lippenbekenntnisse ist, wird sehr wenig passieren, um Dinge zu korrigieren. In den Traditionen meines Volkes hatten wir kaum Worte, um uns zu bedanken. Es war etwas, das durch eine Handlung des Gebens oder Tuns gezeigt wurde. Wir alle atmen die gleiche Luft, sind aus der gleichen Erde gemacht und trinken vom gleichen Wasser. Wir sind uns aller näher verwandt als wir manchmal zugeben. Wir müssen mehr tun als nur das richtige. Wir müssen uns zusammentun und berichtigen, was falsch ist.

Es ist an der Zeit, daß wir uns alle zusammentun, um den Wahnsinn aufzuhalten, der den ganzen Planeten bedroht, und mit jenen zusammenstehen, die über Worte hinausgehen und das Versprechen von Freiheit und Gerechtigkeit erfüllen, und gegen jene, die von Gier, Arroganz und Vorurteilen geleitet werden. Bleibt wahrhaftig, arbeitet gemeinsam, tretet Verrätern entgegen, habt keine Angst und laßt unsere Anstrengungen nicht sterben. Und schließlich betrauere ich den Verlust so vieler von uns im vergangenen Jahr und ganz besonders meines Bruders Steve Robideau. Ich schätze jeden einzelnen von Euch. Jetzt, bitte organisert Euch und beginnt, das Unrecht zu korrigieren, so daß dieser Tag der Trauer eines Tages zu einem Relikt der Vergangenheit wird.

Im Geiste von Crazy Horse,

Leonard Peltier Mitakuye Oyasin



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