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Aussage zurückgezogen

Keine Zeugen mehr gegen Syrien

29.11.2005  






Wie IslamOnline am Dienstag berichtete, hat Hassam Taher Hassam, einer der beiden "Belastungszeugen" in der von Detlev Mehlis geführten "Untersuchung" der Ermordung des libanesischen Premierministers Rafiq al-Hariri, im syrischen Fernsehen seine Aussagen zurückgezogen.

Nachdem vor einem Monat bereits Berichte erschienen waren, denen zufolge der andere "Zeuge", Suheir al-Sadiq, offenbar für seine belastenden Aussagen bezahlt worden ist - gegenüber seinem Bruder sagte er dessen Aussage nach "Imad, ich bin jetzt Millionär. Ich werde ein berühmter Mann" - sagte nun auch Hassam, ihm sei rund eine Million US-Dollar für Falschaussagen angeboten worden.

Außerdem sei er zu den Aussagen gegen Assef Shawkat, den Leiter des militärischen Geheimdienstes Syriens und Schwager des syrischen Präsidenten Bashar al-Assad und Maher Al-Assad, den Bruder des Präsidenten, gezwungen worden, machte hier aber keine genaueren Angaben.

Er bedauere nun seine "vollständig falschen" Aussagen, so Hassam in der Fernsehsendung. Das Geld sei ihm von Saad Hariri, Sohn des ermordeten Präsidenten und jetzt Führer der größten Fraktion im libanesischen Parlament, angeboten worden. Dies wurde von Hariri umgehend zurückgewiesen. Er bezeichnete die Anschuldigung als "einen verzweifelten Versuch, die Untersuchung zu Fall zu bringen".

"Alles, was dieser Mann gesagt hat, sind Lügen", so Hariri in einer Erklärung. Er ließ dabei aber offenbar außer acht, daß dies dann auch auf die Aussagen Hassams gegen Syrien zuträfe.

"Vom rechtlichen Standpunkt her ist der Mehlis-Bericht in sich zusammengebrochen", sagte denn auch Ibrahim Darraji, der die syrische Untersuchung des Hariri-Mordes leitet. "Der Ball ist nun bei der Mehlis-Kommission - sie gründeten ihre Erkenntnisse auf die Aussagen einer Person und er hat die Dinge nun richtiggestellt."

Es scheint immer deutlicher zu werden, daß das Ergebnis der von Mehlis geführten "Untersuchung" schon vor deren Beginn feststand.





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