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Kampf um Ramadi

US-Soldaten geflohen

02.12.2005  






Agenturmeldungen vom Donnerstag zufolge ist es in der irakischen erneut - nur zwei Wochen nach einem gleichzeitigen Angriff auf alle US-Basen in der Stadt erneut zu einem Großangriff auf die Besatzer gekommen.

Ein Reuters-Journalist berichtete aus Ramadi, daß etwa 400 schwer bewaffnete Widerstandskämpfer in der Stadt patrouillierten und Kontrollpunkte aufgebaut haben, nachdem zuvor eine US-Basis und ein Gebäude des "Gouverneurs" der Provinz al-Anbar mit Mörsern und Raketen angegriffen wurden. Nach einigen Stunden verschwanden die Kämpfer dann in einigen Gebieten, blieben aber in anderen, so Reuters. Danach begann das US-Militär wieder, Patrouillen durchzuführen.

US-Hauptmann Patrick Kerr spielte den Angriff herunter. "Berichte, daß Rebellen die Kontrolle über Ramadi übernommen hätten, sind völlig unbegründet. Es gab einige kleinere Gefechte mit Handfeuerwaffen, aber nichts ungewöhnliches." Auf den Bericht des Reuters-Reporters, der selbst 400 Widerstandskämpfer gesehen hat, ging er nicht ein.

Nach der Eroberung der Stadt wurden dort Flugblätter verteilt, denen zufolge "Al-Qaida im Irak" die Stadt nun kontrolliere. Hier scheinen allerdings allein schon durch die große Zahl der beteiligten Kämpfer massive Zweifel angebracht. Auch deckt sich die Aussage, die Kontrolle sei übernommen worden, nicht mit dem offenbar freiwilligen und geplanten Rückzug.

Etwas Aufschluß gibt hier der "Bericht des irakischen Widerstands". Demzufolge sollte durch die vierstündige Kontrolle der Stadt eine seitens des US-Militärs vorgeblich geplante Verhaftungswelle verhindert werden. Nachdem dies gelungen sei, habe man sich "strategisch" zurückgezogen. Auch sei es gelungen, eine unbemannte Drohne des US-Militärs abzuschießen und die Trümmer zu bergen.

Ebenfalls am Donnerstag sind demnach zwei außerhalb Ramadis gelegene US-Basen mit Raketen beschossen worden. Die US-Basis al-Warrar sei dabei von sieben Raketen getroffen worden. Nachdem vier weitere Raketen in ein US-Lager in der landwirtschaftlichen Universität eingeschlagen seien, seien mehrere Hubschrauber beobachtet worden, die vermutlich Opfer in eine andere Basis überführten.

Bemerkenswert ist, daß sich alle Berichte dahingehend decken, daß es abgesehen von dem Beschuß mit Mörsern und Raketen zu keinen nennenswerten Kampfhandlungen gekommen ist, was bedeutet, daß die Stadt den Angreifern von den US-Soldaten kampflos überlassen wurde.



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