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Die ewige Besatzung

Früherer US-Präsident glaubt nicht an Abzug

07.12.2005  






Wie AP am Mittwoch berichtete, hat der frühere US-Präsident James Earl "Jimmy" Carter am Dienstag Zweifel daran geäußert, daß die USA die Besetzung des Iraks tatsächlich jemals vollständig beenden werden.

Mit dieser Aussage in der US-Militärakademie West Point widersprach er direkt der in der vergangenen Woche von US-Präsident George W. Bush in der US-Marineakademie aufgestellten Behauptung, er erwarte für das kommende Jahr den Beginn des Abzugs von US-Soldaten aus dem Irak. Andererseits hatte Bush einen vollständigen Abzug selbst als "schrecklichen Fehler" bezeichnet.

Nach Carters Ansicht wird das US-Militär noch für Jahrzehnte eine bedeutende militärische Präsenz im Irak besitzen.

Auch wenn dies unter dem Deckmantel von Basen "eines befreundeten Landes" geschehen sollte, so wäre dies doch als eine fortgesetzte Besatzung anzusehen, insbesondere angesichts des Einflusses, der auf die Zusammensetzung und die Entscheidungen der "irakischen Regierung" ausgeübt wird.

"Es hat niemals auch nur eine einzige Erklärung seitens höherrangiger Mitglieder der Regierung gegeben, daß wir jemals vorhätten, unsere Streitkräfte vollständig aus dem Irak abzuziehen", so Carter. "Meine Ansicht - und ich mag mich irren - ist, daß die oberste Führung dieses Landes beabsichtigt, daß wir in 20 Jahren, in 50 Jahren immer noch eine bedeutende Militärpräsenz im Irak haben werden."

Letztlich bestätigte Carter also, was auch hier schon vermutet wurde. Auch wenn das Ende seiner Amtszeit mittlerweile fast ein Vierteljahrhundert zurückliegt, so ist er doch politisch engagiert geblieben und verfügt zweifellos auch über gute Kontakte zu hochrangigen Militärs, so daß seine "Vermutung" an Jahrzehnte andauernden Besatzung durchaus ernstzunehmen ist.





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