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Immer mehr Luftangriffe

Krieg im Irak geht weiter

20.12.2005  






Zwar lassen die anhaltend hohen Verluste des US-Militärs im Irak darauf schließen, daß es auch nach wie vor zu häufigen Kampfhandlungen kommt – ganz abgesehen von Berichten über die häufigen "Offensiven" gegen „Rebellenhochburgen“ - eine Aljazeera-Meldung vom Dienstag zeigt jedoch, daß auch die US-Luftwaffe immer stärker gegen den irakischen Widerstand – oder wer immer dafür aus mehreren hundert Meter Höhe gehalten wird – eingesetzt wird.

Nach Auskunft des Büros für öffentliche Angelegenheiten des Zentralkommandos der US-Luftwaffe stieg die Zahl der Lufteinsätze von 1.111 im September dieses Jahres um über ein Drittel auf 1.492 im November. Bei der Überzahl dieser Flüge habe es sich aber um Betankungs- und andere Flüge gehandelt. Aber auch die Zahl der seitens des US-Militärs zugegebenen Luftangriffe ist drastisch gestiegen, auch wenn angesichts der Gesamtzahl der Flüge doch deutliche Zweifel an der genannten Höhe aufkommen. Demnach wurden im Sommer durchschnittlich 35 Luftangriffe pro Monat durchgeführt. Diese Zahl stieg im September auf 60 und 120 "oder mehr" im Oktober und November. Inbegriffen sind in diesen Zahlen Angriffe, die mit unbemannten, aber mit "Hellfire"-Raketen bewaffneten Drohnen vom Typ "Predator" durchgeführt wurden, der überwiegende Teil der Angriffe wird aber mit Kampfflugzeugen der Typen F-15, F-16 und F-18 durchgeführt.

In diesem Monat wurden bereits mindesten in fünf Fällen Bodenziele mit von Predator-Drohnen abgefeuerten Raketen angegriffen. Der Stabschef der US-Luftwaffe, General Michael Moseley, sagte am Dienstag der vergangenen Woche, daß mittels Predator-Drohnen fast täglich Ziele im Irak oder in Afghanistan angegriffen würden.

Die Parallele zum sowjetisch besetzten Afghanistan ist hier sicherlich unübersehbar. Auch die sowjetische Armee verließ sich in ihrem Kampf gegen die Widerstandskämpfer auf ihre praktisch unbeschränkte Luftüberlegenheit. Mit der Lieferung von tragbaren Boden-Luft-Raketen des Typs "Stinger" an die von den USA massiv geförderten Mujaheddin, aus denen später die Taliban hervorgingen, war diese Luftüberlegenheit beendet, was letztlich das Ende für die Sowjet-Union in Afghanistan einläutete.

Zwar zeichnet sich eine derartige massive ausländische Unterstützung für die Widerstandskämpfer im Irak bisher nicht ab, hier zeigt sich aber nicht nur, daß die USA im Irak mindestens ebenso rücksichtslos vorgehen wie die Sowjet-Union in Afghanistan, sondern auch, wie schnell sich das Blatt wenden könnte.





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