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Annans Pseudokritik

Unwürdiges Verhalten eines UN-Generalsekretärs

21.12.2005  






Wie Reuters am Mittwoch berichtete, legte der UN-Generalsekretär Kofi Annan in seiner Jahresabschlußrede nicht nur die Ziele und Besorgnisse der Vereinten Nationen für das nächste Jahr dar, sondern wandte sich auch direkt an die Medien.

In seiner Rede kritisierte er direkt die Rolle der Medien hinsichtlich der vermeintlichen Verwicklungen der Vereinten Nationen und Annans Sohn Kojo in den Bestechungsskandal im Rahmen des "Öl-für-Lebensmittel"-Programms mit dem Irak.

Auf die Frage, ob er einen Mercedes mit einem Diplomatenrabatt steuerfrei für seinen Sohn gekauft habe, sagte er: "Ich weiß, Sie sind alle von dem Auto besesen. Wenn Sie mehr darüber wissen wollen, wenden Sie sich bitte an meinen Sohn oder dessen Anwalt." Schon diese Aussage wich der Frage ganz offensichtlich aus. Entweder er kaufte das Fahrzeug für seinen Sohn oder er tat dies nicht. Für eine entsprechende Erklärung sollte weder sein Sohn noch dessen Anwalt befragt werden müssen.

Annans Verweis dabei auf den Bericht Paul Volckers kann hier nur als Ablenkung bezeichnet werden, da auch dieser Bericht keinen Zweifel daran ließ, daß auf Kofi Annans Namen ein Mercedes gekauft und von Einfuhrsteuern befreit nach Ghana verschifft wurde. Es besteht also sehr wohl noch immer die Frage, ob Annan den Wagen tatsächlich selbst kaufte oder ob sein Sohn dies ohne sein Wissen in seinem Namen tat.

Noch weitaus schwerwiegender ist allerdings eine Aussage Annans zu werten, die sich direkt mit dem vorgeblichen Bestechungsskandal befaßte. Demnach seien Bestechungen und Ölschmuggel außerhalb des 64 Milliarden US-Dollar-Programms zu wenig Beachtung geschenkt worden.

"Aber ich überlasse es Ihnen, darüber nachzudenken. Es ist nicht meine Sache, Ihnen zu sagen, wie Sie Ihre Arbeit zu erledigen haben", sagte er. "Aber wir müssen alle vorsichtig sein, gleichgültig welche Verantwortlichkeiten wir haben, daß wir nicht von Leuten mit eigenen Zielen gefüttert werden."

Annan erweckte hier also zumindest den Eindruck, Wissen über weitere Bestechungen zu besitzen, ohne diese veröffentlichen oder gar verfolgen zu wollen. Auch seine geäußerte Hoffnung auf die Schaffung eines "Rats für Menschenrechte" kann letztlich nur als Heuchelei bezeichnet werden. Wäre es ihm hiermit ernst, so hätte er schon längst nicht nur die zahllosen Kriegsverbrechen der USA im Irak, sondern den ganzen US-geführten Angriffskrieg gegen das Land öffentlich verurteilt und Maßnahmen gegen die USA eingeleitet. Sein geäußertes "Bedauern", daß er nicht in der Lage war, diesen Krieg zu verhindern, kann hierbei kaum als Entschuldigung angesehen werden.

Zwar waren die USA offensichtlich entschlossen, den Irak um jeden Preis anzugreifen, zumindest hätte dieser Preis aber deutlich erhöht werden können, so dies denn tatsächlich gewollt gewesen wäre.





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