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Nur zwei Angler?

Iran verhaftet Deutschen

24.12.2005  






Medienberichten der vergangenen Tage zufolge wurde bereits am 29. November ein Deutscher von den iranischen Behörden verhaftet. Ihm wird vorgeworfen, mit einem Schiff in iranisches Hoheitsgebiet eingedrungen zu sein.

Seiner Ehefrau Karin zufolge hatte der 52 Jahre alte Donald Klein das Schiff eines Franzosen namens Stephane für einen Hochseeangelausflug gechartert, Dabei gerieten sie vorgeblich versehentlich in die Nähe der iranischen aber auch von den Vereinigten Arabischen Emiraten beanspruchten Insel Abu Musa. Die Reaktion der Iraner kann dabei kaum verwundern. Sollte es zu einem Angriffskrieg gegen den Iran kommen der immer wahrscheinlicher scheint so ermöglichen die Lage der Insel inmitten der Straße von Hormuz und die dort zweifellos zahlreich stationierten iranischen Waffensysteme faktisch eine Abriegelung des gesamten Persischen Golfes.

Erst einen Monat vor Klein war eine mit einem britischen Ehepaar und einem Australier besetzte Segelyacht von der iranischen Marine aufgebracht worden, als sie auf dem Weg zu der Insel war. Sie waren nach einer 13 Tage dauernden Inhaftierung wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Klein und der Franzose hingegen sollen nach Aussage der iranischen Behörden angeklagt werden.

Bei genauerer Betrachtung taucht schon in den wenigen genannten Fakten des Falles Klein zumindest ein möglicher Widerspruch auf. Nachdem die beiden Männer am 29. November verhaftet worden waren, informierte die Deutsche Botschaft in Dubai seine Ehefrau von seiner Verhaftung. Auf der Insel Abu Musa seien die beiden "Angler" dann fünf oder sechs Tage festgehalten worden, bevor sie aufs Festland gebracht worden seien. Insbesondere eine Meldung von N24 mit dem sicherlich bemerkenswerten Titel "Im Kerker der Ajatollahs", während sowohl deutsche als auch französische Botschaftsangehörige versichern, daß beide Männer gut behandelt würden läßt hier kaum einen Zweifel daran, daß diese Information schon am 1. Dezember, also nur zwei Tage nach der Gefangennahme, mitgeteilt wurde. Entweder es handelt sich hier um äußerst ungeschickte Formulierungen, oder um eine Diskrepanz von mehreren Tagen.

Karin Klein zufolge hatte ihr Mann den Franzosen bereits im Sommer bei einem weiteren Angelurlaub in Dubai kennengelernt. Damals sei "alles gut gelaufen", so daß er nun wieder dessen Boot gechartert habe. Demnach ist also davon auszugehen, daß er sich in den örtlichen Gewässern auskannte und ihm durchaus bewußt war, daß es sich bei Abu Musa um iranisches Territorium handelt. Auch der Fall der verhafteten "Segler" ist in der örtlichen Presse sicherlich nicht unbemerkt geblieben.

Am Abend des 29. Novembers rief dann die Ehefrau des Franzosen "im Hotel" an und erfuhr, daß sich die Rückkehr der beiden Männer aufgrund eines Motorschadens verzögern werde. Gleichgültig, ob dies erneut eine falsche Formulierung ist oder nicht, erscheint dies doch äußerst merkwürdig. Entweder "das Hotel" oder die Ehefrau "Stephanes" gaben also vor zu wissen, das Boot der Männer habe einen Motorschaden.

Bemerkenswert ist auch, daß weder der Nachname des "Franzosen" genannt wird, noch die französische Presse über diesen Fall eines vorgeblich im Iran festgehaltenen Landsmannes berichtet.

Der Verdacht, daß es sich sowohl bei dem "Segelausflug" als auch bei der "Angeltour" in Wahrheit um Versuche handelte, in Vorbereitung eines kommenden Krieges Informationen über militärische Anlagen auf der Insel zu sammeln, ist hier sicherlich mehr als naheliegend.



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