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"Gebt Palästinensern die Freiheit"

Bischof von Bethlehem in Weihnachtspredigt

25.12.2005  






Wie Aljazeera am Sonntag berichtete, hat sich Bischof Michel Sabah, der Patriarch der römisch-katholischen Kirche in Bethlehem, in seiner Weihnachtspredigt überdeutlich für eine Ende der Ungerechtigkeit Israels gegenüber den Palästinensern ausgesprochen und für echte Bemühungen um den Frieden plädiert.

"Unseren politischen Führern, die durch ihre Politik über Leben und Tod so vieler in diesem Land entscheiden können, sagen wir: Seid Erbauer von Leben, nicht Tod. Jede Verzögerung einer Lösung, mit der andauernden Ungerechtigkeit in ihren unterschiedlichen Aspekten, der Mauer, den Sperren, den Gefängnissen und den Ermordungen, wird nur neues Öl ins Feuer der Gewalt schütten. Wir hoffen, daß wir eine neue Zeit beginnen können, in der alle Gewalt auf beiden Seiten, sowohl der israelischen wie der palästinensischen, aufhören wird", sagte Sabah.

"Das Beenden aller Gewalt, aller Vergeltung, die Befreiung der politischen Gefangenen und die Vergangenheit hinter sich zu lassen kann ein Land schaffen, in dem wir die Sicherheit für Israelis garantieren können ... und Palästinensern Unabhängigkeit und ein Ende der Besatzung geben", so Sabah weiter.

An dem anwesenden palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas gerichtet sagte er: "Abu Mazen, Ihr seid bei dieser Nacht herzlich willkommen. Wir beten zu Gott, daß er Ihnen die Kraft gibt, der Region den Frieden zu bringen."

"Wir sagen es nochmals: Sicherheit für die Israelis bedeutet Freiheit und Souveränität für die Palästinenser. Dies sind zwei voneinander abhängige und unausweichliche Gegebenheiten", so Sabah weiter. "Und die halben Maßnahmen, die halbe Freiheit, die halbe Souveränität bringen uns nirgendwo hin, außer erneut in einen grenzenlosen Kreislauf von Gewalt und Unsicherheit zu fallen. Unser Heiliges Land dürstet danach, seinen Frieden und seine Heiligkeit wiederzuerlangen. Also gebt diesen beiden Völkern das Leben, die Sicherheit und die Würde, um die sie bitten."

"Wir hoffen, daß unsere Führer sich nun die Zeit nehmen und ihre Energien aufwenden, um zu erreichen, was schon vor langer Zeit hätte erreicht werden müssen: Frieden und Gerechtigkeit für zwei Völker, imstande Seite an Seite in Frieden zu leben."



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