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"Hustensaft"?

"Medikamente können bei Kindern schädlich sein"

11.01.2006  






Schon die geläufige Bezeichnung "Hustensaft" ist für ein Medikament, daß mittels unterschiedlicher Chemikalien eine Hustenerkrankung durch Schleimlösung oder Unterdrückung des Hustenreizes mildern soll, sicherlich irreführend, erweckt dies doch die Vorstellung, es handele sich um etwas so harmloses wie Apfelsaft.

In den neu vorgestellten Richtlinien für die Behandlung von Hustenerkrankungen rät nun einer am Montag veröffentlichten Pressemitteilung zufolge die Organisation "American College of Chest Physicians" (ACCP) - ein Zusammenschluß von Ärzten, Chirurgen, anderen Mitgliedern der Heilberufe und Personen mit einem absgeschlossenen Medizinstudium, die sich auf Erkrankungen des Brustraums spezialisiert haben allgemein von der Anwendung frei verkäuflicher Hustenmittel bei Kindern bis zu einem Alter von 14 Jahren ab.

"Es gibt keine klinischen Beweise, daß frei verkäufliche Husten-Schleimlöser oder -Unterdrücker tatsächlich Husten lindern", sagte Dr. Richard S. Irwin von der University of Massachusetts Medical School in Worcester im US-Bundesstaat Massachusetts. Es gäbe andererseits deutliche Hinweise, daß ältere Antihistaminika Husten lindern könnten. "Also, solange es nicht Gegenanzeigen zur Verwendung dieser Medikamente gibt, warum nicht etwas nehmen, dessen Wirksamkeit bewiesen wurde?"

"Husten ist bei Kindern sehr verbreitet. Allerdings sind Husten- und Erkältungsmittel bei Kindern nicht hilfreich und können sogar schädlich sein", so Irwin weiter. "In den meisten Fällen wird sich ein Husten, der nicht im Zusammenhang mit chronischen Lungenerkrankungen, Umwelteinflüssen oder anderen besonderen Faktoren steht, von allein legen."

"Ungewöhnlicher starker Husten oder Husten, der Blut oder dicken, verfärbten Schleim hervorruft" sei hingegen nicht normal und müsse behandelt werden.



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