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Raketen auf Pakistan

Mindestens 18 Menschen getötet

14.01.2006  






Wie die britische BBC am Samstag berichtete, wurde ein Dorf in Pakistan von den USA mit mehreren Raketen angegriffen, wobei mindestens 18 Zivilisten getötet wurden.

Das pakistanische Dorf Damadola nahe der Grenze zu Afghanistan wurde demnach von mehreren Raketen getroffen. Journalisten, die das Dorf nach dem Angriff besuchten, berichteten, daß drei Häuser, die mehrere hundert Meter voneinander entfernt lagen, zerstört wurden. Schah Zaman sagte, drei seiner Kinder seien bei dem Angriff getötet worden. "Ich rannte hinaus und sah Flugzeuge. Ich lief mit meiner Ehefrau zu einem nahegelegenen Berg. Als wir liefen hörten wir drei weitere Explosionen. Ich sah, wie mein Haus getroffen wurde", sagte er.

Zwar bestritt das US-Militär. auch nur Kenntnis von dem Angriff gehabt zu haben, US-Medien berichteten allerdings, daß der Angriff von der CIA ausgeführt worden ist. Es ist also zu vermuten, daß eine oder mehrere Predator-Drohnen Raketen auf das Dorf abfeuerten. Bemerkenswert bei den Berichten ist, daß immer wieder betont wird, daß Ayman al-Zawahiri, der vorgebliche Stellvertreter "Osama bin Ladens", bei dem Angriff eben gerade nicht getötet worden sei. Eine derartige Negativinformation könnte ebensogut aussagen, der US-Präsident George W. Bush sei bei dem Angriff nicht getötet worden. Trotzdem erweckt dies den Eindruck obwohl offizielle US-Stellen den Angriff leugnen er sei Ziel des Angriffs gewesen.

Der pakistanische Informationsminister Scheich Rashid Ahmed sagte bei einer Pressekonferenz, die pakistanische Regierung wolle "den Menschen versichern, daß wir einen weiteren solchen Vorfall nicht erlauben würden". Aufgrund der engen politischen Beziehungen der pakistanischen Regierung und ihrer Abhängigkeit von den USA ist allerdings mehr als fragwürdig, daß dies mehr als ein Lippenbekenntnis war.

Nicht nur, daß es sich hier um ein weiteres Kriegsverbrechen der USA handelt, tatsächlich wurde hier sogar ein "befreundetes" Land angegriffen. Die Frage, unter welchen Bedingungen die USA Raketen auf Berlin abfeuern würden, scheint hier durchaus angemessen. Letztlich ist Pakistan den USA derzeit ein verläßlicherer Partner bei deren sogenanntem "Krieg gegen den Terror" als Deutschland. Der einzige Unterschied dürfte sein, daß die Wahrscheinlichkeit, vermeintliche "Ziele" vorzufinden, in Pakistan derzeit höher ist. Trotzdem stellt sich zweifellos die Frage, ob die USA im Zweifelsfall vor einem Raketenangriff auf deutschem Gebiet zurückschrecken würden und wenn ja, warum das Leben von Deutschen wertvoller ist als jenes der 18 getöteten Pakistani.



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