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"Beruhigende Informationen"

Propaganda mit der Sesamstraße

21.01.2006  






Ein Bericht des britischen Telegraph vom Samstag zeigt ein weiteres Mal, wie sehr die US-Medien bereit sind, sich den Propagandabedürfnissen der US-Regierung und des US-Militärs zu beugen.

Demnach haben die US-Produzenten der Kindersendung "Sesamstraße" angekündigt, eine Folge speziell für Kinder von US-Soldaten produzieren zu wollen. Das Unternehmen Sesame Workshop kündigte an, insgesamt etwa 125.000 DVDs mit der Folge an US-Militärfamilien verteilen zu wollen. Ziel sei es, den Vorschulkindern zu helfen, mit dem Streß des Einsatzes ihrer Eltern, deren Abwesenheit und deren mögliche Verletzung oder gar Tod umzugehen.

Jeanette Betancourt, Vizepräsidentin des Unternehmens für Inhaltskonzeption für Bildung und sozialpädagogische Beratung, sagte das Drehbuch würde Ratschläge einer Reihe von Beratern, darunter aktive und pensionierte Offiziere des Militärs und von Militärfamilien widerspiegeln. Der Krieg und Verluste würden dabei nur sehr beiläufig – möglicherweise also auch gar nicht - behandelt

"Wir sind sehr vorsichtig hinsichtlich dieser Informationen, damit sie angemessen und beruhigend sind", sagte sie.

Ziel ist also offenbar, den Kindern die Trennung von ihren Eltern so leicht wie möglich zu machen. Dies stärkt letztlich auch wiederum die Moral der Soldaten, da sie nicht bei jedem Kontakt mit ihrer Familie mit derem durch die Trennung und die Gefahr ausgelöstem Leid konfrontiert werden. Diese Wirkung dürfte auch zumindest einer der Gründe für die Beteiligung aktiver– und zweifellos zu einer Propagandaeinheit gehörenden - Soldaten sein.

Hinzu kommt, daß dies zweifellos erreicht wird, indem ein äußerst positives Bild des Militärs gezeichnet wird, was wiederum die Rekrutierung der Kinder nachdem sie das entsprechende Alter erreicht haben, erleichtern könnte.

Es ist nur zu offensichtlich, daß hier aufgrund ihres Alters nur zu leicht beeinflußbare Kinder mittels dieser vermeintlich "unschuldigen" Kindersendung, der sie in den allermeisten Fällen sicherlich ohne Kontrolle oder Begleitung ihrer Eltern oder Erziehungsberechtigten ausgesetzt werden, mit einer einseitigen Propaganda konfrontiert werden sollen.



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