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Ende der Schonfrist

Zahlreiche Angriffe im Irak

24.01.2006  






Nachdem die Zahl tödlicher Angriffe auf US-Soldaten im Irak in den vergangenen Wochen nach US-Angaben – die nur sehr begrenzt die tatsächlichen Bedingungen im Irak widerspiegeln – äußerst auffällig zurückgegangen waren, scheinen die irakischen Widerstandskämpfer nun geradezu bemüht, diese Zeit wieder "aufholen" zu wollen.

In der Zeit vom 8. bis zum 19. Januar wurden den offiziellen Meldungen des US-Verteidigungsministeriums zufolge – sieht man von zwei am 13. und am 16. abgeschossenen Hubschraubern ab – nur zwei US-Soldaten „durch Feindeinwirkung“ getötet. Für die Zeit vom 20. bis zum 23. Januar wurden hingegen bereits 11 durch Angriffe getötete US-Soldaten gemeldet, vom 1. bis zum 7. Januar 19.

Ähnliche, wenn auch nicht derart ausgeprägte Phänomene waren auch schon in der Vergangenheit zu beobachten.

In den sieben Tagen vom 15. bis zum 21. Dezember 2005 wurden nach Aussage des US-Militärs nur 5 US-Soldaten bei Kampfhandlungen getötet. In den folgenden sechs Tagen waren es 12, in den sechs Tagen vor diesem Zeitraum waren es 15.

Vom 11. bis zum 14. Oktober 2005 wurden dem Pentagon zufolge 3 US-Soldaten "durch Feindeinwirkung" getötet. In den fünf Tagen davor waren es 16, in den fünf darauffolgenden Tagen 21.

Auch in anderen Monaten gab es zwar immer wieder Perioden, in denen auffällig wenig durch Kampfhandlungen getötete US-Soldaten gemeldet wurden, so daß ein einfacher Zufall sicherlich nicht vollständig auszuschließen ist, die hier genannten Zeiträume sind aber aus zwei Gründen bemerkenswert. Einerseits fällt hier auf, daß die Verlustzahlen vor und nach diesen Zeiträumen sprunghaft anstiegen, andererseits liegen sie aber auch um "wichtige Daten" herum.

Am 15. Oktober 2005 stimmten die Iraker über die neue "Verfassung" ihres Landes ab, am 15. Dezember 2005 fanden die "Wahlen" zum "irakischen Parlament" statt und am 19. Januar wurde das Ergebnis dieser "Wahl" bekanntgegeben. In der Zeit vom 28. Januar bis zum 3. Februar 2005 – am 30. Januar fand die "Wahl" zur "irakischen Nationalversammlung", die vorgeblich die "Verfassung" erarbeiten sollte, statt - wurden hingegen 28 US-Soldaten bei Angriffen getötet. Daraufhin war den Widerstandskämpfern seitens der Besatzer vorgeworfen worden, sie würden gegen einen "freien, demokratischen" Irak kämpfen.

Auch wenn in den Medien kaum Hinweise darauf zu entdecken sind – allein für den Tag der "Wahlen" im Dezember 2005 gab es einen Aufruf zum Waffenstillstand – daß hier seitens des irakischen Widerstands absichtlich vermieden wird, den Besatzern erneut die Möglichkeit für derartige Behauptungen zu liefern, so ist diese Vermutung doch zumindest sehr naheliegend. Dies würde allerdings auch bedeuten, daß die einzelnen Widerstandsgruppen im Irak entsprechend miteinander kommunizieren.





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