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Zahltag

Verwundete US-Soldaten zahlen drauf

07.02.2006  






Einem Bericht der Charleston Gazette vom Dienstag zufolge müssen US-Soldaten neuerdings häufig bei Kämpfen zerstörte Ausrüstungsgegenstände aus eigener Tasche ersetzen.

US-Oberleutnant William "Eddie" Rebrook IV stand im Geschützturm eines Schützenpanzers vom Typ "Bradley", als der Panzer von der Explosion einer Bombe getroffen wurde. Durch die Explosion wurde sein rechter Arm gebrochen und eine Arterie durchtrennt. Ein "Black Hawk"-Transporthubschrauber brachte ihn ein ein Militärkrankenhaus in Baghdad, von wo aus er später zur US-Luftwaffenbasis im deutschen Landstuhl und von dort aus noch später ins Walter Reed-Krankenhaus in den USA verlegt wurde. Insgesamt wurde sein Arm bisher sieben Mal operiert. Trotzdem bereitet er ihm allerdings nach wie vor Beschwerden, da er ihn immer noch nicht wieder vollständig bewegen kann und beispielsweise nachts Schmerzen auftreten, wenn er sich umdreht.

Zumindest einer der Gründe, daß Rebrook die Explosion überlebte, ist die Splitterschutzweste, die er zu dem Zeitpunkt trug. Das letzte Mal, daß er sie selbst sah, war, als er blutüberströmt auf einer Tragbahre lag. Soldaten entfernten sie dann, um seine Verletzungen zu versorgen.

Daß dies offenbar in Eile geschah, um sein Leben zu retten, kostete ihn einige Monate später 700 US-Dollar. Reichte es in der Vergangenheit aus, wenn ein US-Soldat eine Erklärung unterzeichnete, daß ein Ausrüstungsgegenstand im Kampf verlorengegangen oder zerstört worden war, so erfordert eine neue Vorschrift, daß noch vor Ort ein "Prüfungsbericht" erstellt wird, der den Verlust dokumentiert. Da ein solcher Bericht nicht existierte, wurden Rebrook die 700 US-Dollar für die "fehlende" Schutzweste, die nach seiner Aussage später verbrannt worden ist, weil sie durch sein Blut "kontaminiert" worden war, in Rechnung gestellt.

Rebrook sagte, er kenne mehrere weitere Fälle, in denen Soldaten aufgrund dieser Regelung bei Kampfhandlungen zerstörte Ausrüstungsgegenstände bezahlen mußten.



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