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Wirkungsvolle Propaganda

"Iran bedroht USA"

08.02.2006  






Die am Dienstag veröffentlichten Ergebnisse einer vom Pew Research Center in den USA durchgeführten Umfrage könnten kaum deutlicher belegen, daß die stetigen "Warnungen" vor dem Iran ihre Wirkung nicht verfehlen.

Bei der in der Zeit vom 1. bis 5. Februar durchgeführten Umfrage unter 1.502 Erwachsenen, deren Fehlerquote mit 3 Prozentpunkten angegeben wird, sagten 27 Prozent der Befragten, der Iran wäre die größte Bedrohung für die USA. Damit lag das Land klar an der Spitze der "gefühlten Gefahren", weit vor China, für das sich 20 Prozent der Befragten aussprachen. Noch im Oktober des vergangenen Jahres hatten nur 9 Prozent der Befragten auf die gleiche Frage mit Iran geantwortet, deren Zahl hat sich also innerhalb von vier Monaten verdreifacht.

Im Oktober hatten sich 55 Prozent der Befragten überzeugt gezeigt, daß der Iran bereits im Besitz von Atomwaffen sei. Diese Frage wurde im Februar nicht erneut gestellt. Der Anteil jener, die das iranische Atomprogramm als "große Bedrohung" bezeichneten, stieg von Ende Oktober 2005 bis Anfang Februar 2006 von 61 auf 65 Prozent. 82 Prozent der Befragten sagten, der Iran würde, sollte er in den Besitz von Atomwaffen gelangen, diese an "terroristische Organisationen" weitergeben. 72 Prozent glaubten an einen Angriff auf Israel, 66 Prozent auf die USA oder europäische Länder.

53 Prozent der Teilnehmer der Umfrage sagten, sie befürchteten, daß hinsichtlich iranischen Atomprogramms zu lange gewartet werden wird, bevor "wir handeln", während nur nur 34 Prozent ihre Sorge äußerten, daß zu schnell "gehandelt" werden wird.

Diese Grundhaltung spiegelt sich auch in anderen, vorrangig die US-Innenpolitik betreffende Frage wieder. Die Zahl derjenigen, die der Ansicht waren, daß die US-Regierung in der Beschränkung der Bürgerrechte bereits zu weit gegangen sei, sank vom Oktober 2005 bis zum Februar von 34 auf 31 Prozent, während der Anteil jener, die sich überzeugt zeigten, daß man "zum Schutz des Landes nicht weit genug gegangen" sei, um 4 Prozentpunkte auf 52 Prozent stieg. Im Februar hielten es 54 Prozent der Befragten für allgemein richtig, daß die US-Regierung die Kommunikation von US-Bürgern abhören läßt, ohne hierfür zuvor einen richterlichen Beschluß zu erwirken. Noch im Januar lag diese Zahl bei "nur" 48 Prozent. Entsprechend sank die Zahl jener, die dies ablehnten, von 47 auf 43 Prozent.

Eine Mehrheit der US-Bürger ist also mittlerweile bereit, fundamentale Grundsätze einer Demokratie aufzugeben, um eine "größere Sicherheit" zu erlangen, die sie insbesondere durch den Iran gefährdet sehen und eine Mehrheit befürchtet ebenfalls, daß "zu lange gewartet" werde, bis "Schritte" gegen diese "Gefahr" ergriffen werden. Die "Heimatfront" würde also schon jetzt kaum ein Hindernis bei dem Beginn eines weiteren Angriffskrieges darstellen.



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