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Russische Raketen für Iran

11.02.2006  






Wie am Freitag unter anderem die Moscow Times berichtete, hat Rußland erklärt, an einem Waffenliefervertrag mit Iran trotz des derzeit eskalierten "Atomstreits" festzuhalten.

"Wie sie wissen, haben wir einen Vertrag über die Lieferung von Flugabwehrraketen an den Iran. Es gibt keinen Grund, diesen Vertrag nicht zu erfüllen", sagte Mikhail Dmitriyev, Leiter der russischen Behörde für militärisch-technische Zusammenarbeit.

Im Rahmen des Vertrages mit einem Gesamtwert von etwa 550 Millionen Euro wird Rußland bis zu 30 mobile Flugabwehrsysteme des russischen Typs Tor M1 (NATO-Bezeichnung SA-15 Gauntlet) an Rußland liefern, die vermutlich zum Schutz der iranischen Atomanlagen in Isfahan und Bushehr eingesetzt werden sollen. Das Tor M1 ist ein LKW-basiertes, autonomes, aber auch mit anderen Systemen des gleichen Typs vernetzbares System, daß angreifende Flugkörper sowohl Flugzeuge als auch Hubschrauber und Raketen in einer Entfernung von bis zu 25 Kilometern orten und in bis zu 12 Kilometern Entfernung zerstören kann.

Dmitriyev widersprach allerdings Medienberichten, denen zufolge derzeit auch Gespräche über die Lieferung von von moderneren Flugabwehrsystemen des Typs S-300 stattfänden.

Angesichts der Geschwindigkeit, mit der die Welt unter Federführung der USA auf einen Angriffskrieg gegen den Iran zusteuert, stellt sich allerdings die Frage, ob Rußland die Tor M1 noch "rechtzeitig" vorher liefern kann, will und wird. Da auch Rußland einer Resolution der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) zugestimmt hat, die einen Verweis des Irans an den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen beschloß, hat Rußland hier keineswegs eine auch nur neutrale Position.

Letztlich ist die Vermutung naheliegend, daß hier durch den wachsenden Druck auf den Iran effektiv Akquise für Waffenverkäufe betrieben wird. Während der Iran das von den USA ausgerufene Waffenembargo gegen den Iran seit dem Jahr 2000 nicht mehr beachten, wird dies von zahlreichen anderen Ländern eingehalten, so daß Rußland neben China für den Iran praktisch der Hauptlieferant für moderne Waffensysteme ist.



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