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Neubau in Marokko

Das nächste Foltergefängnis der CIA

13.02.2006  






Wie die britische Times am Sonntag berichtete, "unterstützen" die USA Marokko derzeit beim Bau eines neuen Gefängnisses in der Nähe der marokkanischen Hauptstadt Rabat.

Nach Aussage nicht näher genannter "westlicher Geheimdienstquellen" wird das als "Verhörzentrum und Haftanstalt" für "Al-Qaida"-Verdächtige geplante Gefängnis in Ain Aouda, südlich des Diplomatenviertels von Rabat gebaut. Anwohner berichteten, sie hätten häufig US-Fahrzeuge mit Diplomatenkennzeichen in der Gegend gesehen. Nach seiner Fertigstellung soll das Gefängnis unter der Leitung der "Direction de la Securité du Territoire" (DST), der Geheimpolizei des Landes, betrieben werden.

Ein Journalist der Times wurde bei Recherchen vor Ort mindestens drei Mal von Männern mit Kameras von Mobiltelephonen photographiert.

Menschenrechtsorganisationen, darunter auch amnesty international und Human Rights Watch, haben Berichte erstellt, in denen die Folterung von Gefangenen in der derzeitigen Zentrale der DST in Temara kritisiert wird. Die wenigen Zeitungen des Landes, die die offizielle Politik kritisieren, werfen der Regierung Marokkos vor, das Land zum "Mülleimer der CIA" werden zu lassen.

Es kann kaum ein Zweifel daran bestehen, daß jetzt in der Nähe von Rabat letztlich für die CIA ein neues Foltergefängnis gebaut wird, nachdem Berichte begonnen hatten, CIA-Gefängnisse in Osteuropa zu enttarnen, was zumindest teilweise zu deren Verlagerung geführt hat. Nachdem bereits zahlreiche Flüge der CIA nach und über Marokko geführt hatten, bei denen von der CIA entführte "Verdächtige" von oder in eines der bisherigen Foltergefängnisse transportiert worden waren, belegt dieser Neubau nur zu offensichtlich, wie tief Marokko in die Verbrechen der USA verstrickt ist.





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