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Grenzenlose Kriegsverbrechen

Kindergeiseln im Irak gefoltert

15.02.2006  






Wie beispielsweise der österreichische ORF am Mittwoch berichtete, sind auch als Geiseln genommene Kinder von US-Soldaten im Irak "üblicherweise" gefoltert worden, um Angehörige "zum reden" zu bringen.

Dies sagte der US-Unteroffizier Samuel Provance am Dienstag vor einem Untersuchungsausschuß des US-Repräsentantenhauses aus. Er nannte hierfür als Beispiel den Fall des 16 Jahre alten Sohnes eines ebenfalls im Gefängnis Abu Ghurayb gefangengehaltenen Generals der irakischen Armee der Zeit vor dem US-geführten Angriffskrieg gegen das Land. Er habe selbst mitangesehen, wie der Sohn von General Hamid Zabar "mit Eiswasser übergossen" worden sei höchstwahrscheinlich eine zurückhaltende Umschreibung der häufig angewandten Foltermethode des sogenannten "Waterboarding", bei dem auf einem Brett festgebundenen Menschen wiederholt Wasser über das mit einer Folie bedeckte Gesicht gegossen wird, so daß sie glauben, zu ertrinken. Später sei er dann in einem Gefängnistrakt eingesperrt worden, der wegen zahlreicher Vergewaltigungen von Gefangenen ob durch andere Gefangene oder durch US-Soldaten sagte er nicht berüchtigt gewesen sei. Die Folterung von Angehörigen von Gefangenen vor deren Augen sei "üblich" gewesen, so Provance.

Zabars Sohn wurde Provance zufolge gefoltert, um den General "zum Sprechen zu bringen", was allerdings nicht gelang, da Zabar durch den Anblick so aus der Fassung geriet, daß er nicht mehr zu einer Aussage fähig gewesen sei.

Tatsächlich ist dies keineswegs das erste Mal, daß die Folterung der Kinder von Gefangenen durch US-Soldaten bekannt wird. Schon im April des vergangenen Jahres veröffentlichte die US-Bürgerrechtsorganisation ACLU vom US-Militär freigegebene Dokumente, in denen unter anderem beschrieben wurde, daß ein Gefangener bei der gespielten Hinrichtung seines Sohnes zusehen mußte.

Immer wieder sind auch Berichte aufgetaucht, die zweifelsfrei belegen, daß das US-Militär im Irak Angehörige von Gesuchten gefangennimmt, um diese dazu zu bringen, sich "freiwillig" zu stellen.

Ein weiteres Mal zeigt sich hier, daß das US-Militär vor kaum einem vorstellbaren Kriegsverbrechen zurückschreckt.



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