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"Ausgestreckte Fühler"

Planungen für Angriff auf Iran

21.02.2006  






Am Montag berichtete die Jerusalem Post unter Berufung auf ein nicht genanntes "hochrangigen Mitarbeiter des georgischen Außenministeriums", daß derzeit seitens der USA über die Nutzung von Basen innerhalb Georgiens für einen Angriff auf den Iran "die Fühler ausgestreckt" würden, auch wenn es bisher keinerlei offiziellen dahingehenden Anfragen gäbe.

Derartige Kontakte wurde allerdings umgehend von Levan Nikoleishvili, dem Generalstabschef Georgiens, gegenüber der russischen Nachrichtenagentur RIA Novosti bestritten. "Das ist völlig absurd", zitierte ihn die Nachrichtenagentur.

Bereits am 11. Februar hatte die Jerusalem Post einen entsprechenden Artikel hinsichtlich einer möglichen Kriegsunterstützung durch Azerbaijan veröffentlicht. Auch dieser Bericht ist von offizieller Seite des Landes zurückgewiesen worden. Wiederum nicht genannte "in Baku stationierte US-Beamte" sagten gar, daß die etwa 20 Millionen Iraner azerbaijanischer Abstammung, die im Nordiran leben, einen Putsch im Iran durchführen könnten.

Einerseits scheinen derartige Kontakte angesichts der engen Beziehungen beider Länder zu den USA und ihrer geographischen Nähe zum Iran durchaus plausibel, andererseits scheint die Notwendigkeit der Nutzung von Basen in Georgien oder Azerbaijan kaum gegeben. Infolge der beiden US-geführten Angriffskriege gegen Afghanistan und den Irak ist der Iran nun von zahllosen dem US-Militär im Westen und Osten unbeschränkt zur Verfügung stehenden Basen umgeben. Dieser Standpunkt wurde auch von - wiederum ungenannten - Quellen von "in der Region stationierten US-Beamten" eingenommen.

Ein Aspekt ist hier aber nicht zu vernachlässigen. Sollte es zu einem Angriff auf den Iran kommen und dieser auch vom Staatsgebiet Georgiens und/oder Azerbaijans aus erfolgen, so würde sich der darauffolgende Gegenschlag Irans gegen US-Basen im Irak und Afghanistan als auch in der Region eingesetzte US-Flottenverbände zwangsläufig abschwächen, da sich iranische Gegenangriffe zweifellos auch gegen solche Unterstützer richten würden. Auch wenn es für die Durchführung eines Angriffs also sicherlich kaum notwendig wäre, Basen in weiteren Ländern zu nutzen, so könnte sich hieraus letztlich für die USA doch ein nicht zu unterschätzender strategischer Vorteil ergeben, der solche Kontakte durchaus wahrscheinlich erscheinen läßt.



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