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Ausgesperrt und zugesperrt

Mexikanische Behörden schließen Sheraton-Hotel

28.02.2006  






Wie AP am Dienstag berichtete, hat die Stadtverwaltung von Mexiko-City das Sheraton-Hotel der Stadt geschlossen, nachdem dort vor einigen Wochen eine kubanische Delegation auf Druck der US-Regierung vor die Tür gesetzt worden war.

Am 2. Februar hatte das direkt neben der US-Botschaft gelegene Sheraton Maria Isabel 16 kubanische Abgesandte des Hotels verwiesen, die dort an einem Treffen mit US-amerikanischen Führungskräften von Energieunternehmen teilnahmen. Bei dem Treffen sollten mögliche Investitionen in die Ölindustrie besprochen werden.

Das US-Finanzministerium sagte später, das dem US-Unternehmen "Starwood Hotels & Resorts Worldwide, Inc." gehörende Hotel hätte das von den USA gegen Kuba verhängte Embargo verletzt, wären die Kubaner nicht hinausgeworfen worden. Der Fall hatte in Mexiko zu einigem Aufruhr geführt, da dies als ein Versuch der USA betrachtet wurde, US-Gesetze in Mexiko durchzusetzen. Entsprechend hatten auch der mexikanische Außenminister Luis Ernesto Derbez und Tourismusminister Rodolfo Elizondo Beschwerden eingereicht, in denen sie dem Hotel vorwarfen, Handelsschutzgesetze verletzt zu haben.

Am Dienstag nun brachten Gemeindebeamte ein Schild mit dem Text "Aufgrund der Verletzung örtlicher Gesetze wurden die Aktivitäten des Sheraton-Hotels ausgesetzt. Wir bedauern die hierdurch verursachten Unannehmlichkeiten. Vielen Dank für Ihr Verständnis" an der Vordertür des Hotels an. Die Gemeindechefin Virginia Jaramillo Flores sagte, die Hotelführung sei darüber informiert worden, daß das Hotel aufgrund der Verletzung von Bauvorschriften geschlossen worden sei.

Mitarbeiter der Baubehörde seien aufgrund der Kontroverse um die Kubaner auf die Unregelmäßigkeiten "aufmerksam" geworden, so Flores.



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