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Luftüberlegenheit

USA verlegen 4 AC-130 in den Irak

03.03.2006  






Wie AP am Freitag berichtete, hat die US-Luftwaffe mit der Verlegung von voraussichtlich vier der Erdkampfflugzeuge des Typs AC-130 begonnen.

Ein AP-Reporter sah mit eigenen Augen auf einer "aus Sicherheitsgründen" nicht genannten US-Basis im Irak die ersten der Maschinen. Das Oberkommando der Flugzeuge, die "Combined Joint Special Operations Task Force" ("Vereintes Sondereinsatzkommando") wollte die Verlegung nicht kommentieren, sie wurde aber von mehreren Offizieren der US-Luftwaffe gegenüber AP bestätigt.

Mit einer 105-Millimeter-Haubitze des üblicherweise bei der Artillerie eingesetzten Typs M102, einem 40-Millimeter-Bofors-Geschütz und zwei 20-Millimeter-“Vulcan“-Maschinengewehren mit einer Feuerrate von jeweils 6.000 Schuß pro Minute - allesamt auf der Backbordseite der Maschine angebracht - zählt die AC-130 zweifellos zu den schwerstbewaffneten Flugzeugen der Welt.

Die Verlegung dieser ursprünglich für die Bekämpfung von feindlichen Truppenansammlungen aus der Luft entwickelten Flugzeuge belegt einmal mehr, daß sich die US-Besatzer im Irak weiterhin einem starken und wachsenden Widerstand gegenübersehen. Der offenbar geplante verstärkte Einsatz der AC-130 im Irak belegt auch die andauernde Hilflosigkeit der Bodentruppen gegenüber den Angriffen des Widerstands. Einzig die Luftüberlegenheit des US-Militärs ist bisher noch halbwegs ungebrochen, so daß man sich nun offenbar verstärkt auf diese Maschinen verlassen will. Tatsächlich könnte sich dies aber als verhängnisvoll erweisen, da gerade diese Maschinen während eines Angriffs in verhältnismäßig geringer Höhe und mit niedriger Geschwindigkeit über dem Angriffsziel kreisen und so ein relativ leichtes Ziel darstellen. Aus diesem Grund werden die Maschinen eigentlich nur in Gebieten eingesetzt, in denen eine vollständige Lufthoheit gegeben ist - was im Irak aber, wie die Abschüsse zahlreicher Flugzeuge und Hubschrauber durch den Widerstand belegen, keineswegs der Fall ist. Ein Abschuß einer solchen Maschine wäre unter allen Aspekten verheerend für das US-Militär. Nicht nur, daß das US-Militär insgesamt nur 21 dieser 72 Millionen US-Dollar teuren Flugzeuge besitzt, ein solcher Verlust hätte zweifellos auch eine nachhaltige psychologische Wirkung.

Ihre Verlegung in den Irak zeigt aber auch ein weiteres Mal, daß die USA bereit sind, ganz bewußt militärische Mittel einzusetzen, die unweigerlich auch die Zivilbevölkerung in Mitleidenschaft ziehen, was ein klarer Verstoß gegen die Genfer Konventionen ist.



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