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Ein britischer Refusenik

Elitesoldat verweigert Kampf im Irak

11.03.2006  






Wie der britische Telegraph am Samstag berichtete, ist es in Großbritannien erstmals zu dem Fall gekommen, daß ein Mitglied der Eliteeinheit "Special Air Services" (SAS) aus Gewissensgründen den weiteren Dienst verweigerte.

Ben Griffin war seit acht Jahren Mitglied des britischen Militärs, zwei Jahre lang Mitglied der SAS und drei Monate im Irak eingesetzt, als er sich seinem Kommandeur gegenüber weigerte, weiterhin an der Seite von US-Soldaten zu kämpfen. Er sagte, er habe „dutzende illegaler Handlungen“ von US-Soldaten beobachtet, so Griffin. Außerdem betrachteten die US-Soldaten Griffin zufolge alle Iraker als "Untermenschen".

Griffins Aussage zufolge wurden zahlreiche unschuldige Zivilisten während nächtlicher Durchsuchungsaktionen von US-Soldaten gefangengenommen und anschließend verhört und dabei im berüchtigten Gefängnis Abu Ghurayb festgehalten oder auch an irakische Stellen übergeben und "höchst wahrscheinlich" gefoltert.

In seiner letztendlichen Weigerung, sagte er gegenüber seinen Vorgesetzten, er könne nicht weiter an einem "illegalen" Krieg teilnehmen. Entgegen seiner Erwartungen, aber möglicherweise aufgrund des Medieninteresses für seinen Fall, wurde Griffin nicht als "Feigling" bezeichnet und von einem Kriegsgericht zu einer Gefängnisstrafe verurteilt, sondern vielmehr mit einem lobenden Zeugnis aus dem Dienst entlassen.

"Ich bin nicht in die britische Armee eingetreten, um die amerikanische Außenpolitik auszuführen", so Griffin in seiner Weigerung.



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