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Wieder irakische Familie ausgelöscht

"Die Amerikaner haben uns ein besseres Leben versprochen, aber wir bekommen nur Tod."

16.03.2006  






Wie AP am Mittwoch berichtete, sind bei einem US-Angriff in der irakischen Stadt Balad, etwa 80 Kilometer nördlich Baghdads, 11 Menschen, darunter zahlreiche Frauen und Kinder, getötet worden.

Das US-Militär bestätigte den Angriff und sagte, dabei sei ein Widerstandskämpfer gefangengenommen worden. Das US-Militär widersprach allerdings den Zahlen von Anwohnern und der "irakischen Polizei", aber auch einem AP-Reporter und sprach von "nur" 4 Toten - einem Mann, zwei Frauen und einem Kind. Demnach seien US-Soldaten auf der Suche nach einer Person gewesen, die verdächtigt wurde "ausländische Kämpfer" für "Al-Qaida" zu "unterstützen". "Soldaten wurden beschossen, als sie sich dem Haus näherten", sagte US-Feldwebel Stacy Simon. "Koalitionsstreitkräfte haben vom Boden und aus der Luft das Feuer erwidert."

Polizei-Hauptmann Laith Mohammed sagte, US-Kampfflugzeuge und Artillerie hätten das Haus bombardiert, woraufhin dieses einstürzte. Dabei starben seinen Angaben zufolge 11 Menschen. Dies wurde auch von einem AP-Reporter vor Ort bestätigt. AP-Aufnahmen zeigten die Leichname von zwei Männern, fünf Kindern und vier mit Decken verhüllten weiteren Menschen - offenbar die getöteten Frauen. Auf den Leichen waren Staub und kleine Trümmerstücke zu sehen.

Ahmed Khalaf, ein Bruder des getöteten Familienoberhaupts Faez Khalaf sagte, daß neun der Todesopfer Bewohner des Hauses und zwei Besucher waren. "Die getötete Familie war nicht Teil des Widerstands, sie waren Frauen und Kinder", sagte er. "Die Amerikaner haben uns ein besseres Leben versprochen, aber wir bekommen nur Tod."

Einmal mehr wird hier bei genauerer Betrachtung das rücksichtslose Vorgehen des US-Militärs deutlich, das ohne Zweifel als Kriegsverbrechen zu bezeichnen ist. Soldaten wurden, während sie sich einem Haus in einer Wohngegend näherten - vorgeblich - beschossen, allerdings ohne, daß es hierbei zu Toten oder auch nur Verletzten unter den Soldaten gekommen ist. Obwohl keineswegs sicher ist, daß die US-Soldaten auch nur überzeugt waren, daß die Schüsse tatsächlich aus jenem Haus erfolgten, setzten sie Waffen ein, die zwangsläufig zur völligen Zerstörung des Hauses und damit dem Tod aller darin befindlichen Menschen führen mußten.

Faez Khalaf - zumindest aber zweifellos seine Frau und seine Kinder - waren keine Widerstandskämpfer. Sein Bruder wird nun ohne Zweifel einer sein.



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