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Schönreden

Die neueste "Offensive" der USA im Irak

16.03.2006  






Am Donnerstag berichteten die Medien von der "größten Militäraktion", der "größten Luftoffensive" oder auch dem "größten Luftangriff" seit Beginn des völkerrechtswidrigen Angriffskriegs gegen den Irak.

Die Berichte beziehen sich auf die "Operation Schwärmer" ("Operation Swarmer") gegen die Stadt Samarra und deren Umland - Anwohnern zufolge konzentriert sich die "Offensive" vorrangig auf die vier, rund 30 Kilometer nördlich von Samarra gelegenen Orte Jillam, Mamlaha, Banat Hassan und Bukaddou. Dabei kommen dem US-Militär zufolge über 650 US-Soldaten, über 800 "irakische Soldaten", 200 Fahrzeuge und über 50 Flugkörper zum Einsatz. Dieser Angriff und die ihn beschreibenden Superlative sind dabei kaum als Zufall zu bezeichnen, begann er doch nur wenige Tage vor dem dritten Jahrestag des Beginn des Angriffskrieges gegen den Irak.

Für die Menschen in und um Samarra ist diese "Offensive" zweifellos eine weitere Katastrophe, wie Berichte von rücksichtslosen Luftangriffen des US-Militärs immer wieder belegen, bei genauerer Betrachtung verdient diese neuerliche Aggression aber keineswegs die Bezeichnungen, die ihr verliehen werden.

So kamen bei der vernichtenden "Offensive" gegen die Stadt Fallujah allein 4.200 US-Soldaten zum Einsatz. Über die Zahl der dabei eingesetzten Fahrzeuge und Flugkörper existieren zwar keine verläßlichen Informationen, die großflächige Zerstörung der Stadt läßt aber darauf schließen, daß ihre Zahl ebenfalls bei weitem höher lag als nun in Samarra.

Tatsächlich handelte es sich nach Angaben des US-Kommandatur in Baghdad bei den Flugkörpern vorrangig um Hubschrauber, die US-Soldaten ins Einsatzgebiet transportierten. Zwar werden Hubschrauber regelmäßig von den Besatzern für Truppentransporte eingesetzt, der hier erweckte Eindruck, daß es sich vielmehr um Kampfflugzeuge oder -hubschrauber handelte ist hingegen bemerkenswert. Nicht nur, daß das US-Militär offenbar der Ansicht ist, daß es Zeit für die Präsentation einer neuerlichen "Großoffensive" ist, um die eigene Macht zu belegen, ist es dazu in Wahrheit anscheinend nicht mehr in der Lage. Obwohl hier offensichtlich der Eindruck überlegener Stärke erweckt werden soll, gelingt dies nur durch Manipulation der Fakten. Dies läßt wiederum nur den Schluß zu, daß das US-Militär im Irak derart angespannt ist, daß es nicht die Ressourcen besitzt, um den erweckten Eindruck mit Tatsachen zu untermauern.





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