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Nichts gelernt

Blair würde Irak wieder angreifen

19.03.2006  






Trotz hoher Verluste bei den Besatzern, noch weitaus mehr Toten und Verletzten auf Seiten der irakischen Bevölkerung, immenser Kosten, einem noch immer so stark zerstörten Land, daß selbst in der Hauptstadt Baghdad noch immer stundenlange Stromausfälle an der Tagesordnung sind, zahlloser Kriegsverbrechen und aufgedeckter Kriegslügen zeigte sich der britische Premierminister Tony Blair einem Bericht des britischen Independent vom Freitag zufolge überzeugt, das Richtige getan zu haben.

Blair, der erst kürzlich sagte, "Gott" würde darüber richten, ob der Krieg gegen den Irak gerechtfertigt gewesen sei, plant in der kommenden Woche eine Rede zu halten, in der er den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg erneut rechtfertigen wird. Gegenüber Journalisten antwortete er ohne zu Zögern auf die Frage, ob er den Irak heute noch einmal angreifen würde: "Ich würde es mit größter Sicherheit."

Tatsächlich versuchte er sogar ein weiteres Mal, die schon längst als Rechtfertigungslüge für den Krieg aufgestellte Behauptung, die durch den US-geführten Angriff gestürzte irakische Regierung unter Präsident Saddam Hussein habe Verbindungen zu Terroristen gehabt, in die Diskussion zu bringen. Blair sagte am Donnerstag, er würde den Krieg gegen den Irak mit dem "weltweiten Krieg gegen den Terrorismus" in Verbindung bringen.

Dabei lassen Blairs Festhalten an dem Krieg und die Wiederholung ihn vermeintlich rechtfertigender Lügen nicht nur erneut keinen Zweifel daran, daß er an den im Irak begangenen Verbrechen ebenso schuldig ist wie US-Präsident George W. Bush, dies zeigt auch einmal mehr, daß Großbritannien sich auch an einem Angriffskrieg gegen den Iran - oder jedem anderen von den USA gewählten Angriffsziel - rückhaltlos beteiligen würde. Zwar kam es am Wochenende auch in Großbritannien wie in zahllosen weiteren Ländern auf der Welt anläßlich des dritten Jahrestags des Angriffs auf den Irak zu Protestkundgebungen, die ungehört verhallten weltweiten Massendemonstrationen vor Beginn des Angriffskrieges lassen allerdings keinen Zweifel daran, daß auch der britische Premier sich von derlei Willensbekundungen des Volkes nicht beeindrucken läßt.



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